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Weizenpreise steigen dank internationaler Nachfrage und knapper Lieferungen

Die weltweite Nachfrage nach Weizen zeigt einen signifikanten Aufwärtstrend, was sich positiv auf die Preise an den Börsen auswirkt. Am Mittwoch stieg der Dezemberkontrakt für Weizen an der Euronext um 3,50 € und notierte bei 244,50 €/t. Auch an der Chicago Board of Trade (CBOT) verzeichnete der Dezember-Future einen Anstieg von 2,25 Cent auf 7,31 US-$/bu, was einem Preis von etwa 232,73 €/t entspricht. Diese Entwicklung wird durch eine erhöhte internationale Nachfrage gestützt. So sicherte sich Algerien kürzlich 500.000 Tonnen Weizen über eine Ausschreibung, während Pakistan derzeit ebenfalls eine Ausschreibung für 750.000 Tonnen laufen hat. Experten vermuten, dass nur ein kleiner Teil dieser Mengen aus Russland und der Ukraine stammen könnte, was die Chancen für europäischen Weizen verbessert.

Ölsaaten: Kanadische Rapsproduktion übertrifft Erwartungen

Der Handel mit Raps zeigte am Mittwoch Schwächen. An der Euronext fiel der Novemberkontrakt um 3,50 €, sodass der Preis auf 550,75 €/t sank. Hingegen stieg der Preis für Sojabohnen an der CBOT um 1,75 Cent, was einem Wert von 13,20 US-$/bu oder umgerechnet etwa 420,56 €/t entspricht. Der Druck auf den Rapshandel ist vor allem auf die unerwartet hohe Canola-Ernte in Kanada zurückzuführen. Statistics Canada schätzt die diesjährige Produktion auf 22,05 Mio. t, während Analysten von durchschnittlich nur 21,65 Mio. t ausgegangen waren. Der Sojabohnenmarkt in den USA profitiert weiterhin von einer starken Nachfrage aus China.

Korn: Kanada mit Rekorderträgen im Maisanbau

Trotz einer Rekordernte in Kanada zeigt der Maishandel gemischte Signale. Der Dezember-Maisfuture an der CBOT ging leicht um 1,50 Cent zurück und notierte bei 5,34 US-$/bu, was etwa 182,31 €/t entspricht. An der Euronext blieb der Novemberkontrakt unverändert bei 262 €/t. Frankreich hingegen erwartet die kleinste Maisernte seit Jahrzehnten mit einer prognostizierten Endbestandsreduzierung von 26 Prozent auf nur noch 1,46 Millionen Tonnen in der Saison 2026/27 — das niedrigste Niveau seit 30 Jahren. Dagegen prognostiziert Statistics Canada eine Rekordproduktion von 16,55 Mio. t, was einem Anstieg von 11,3 % im Vergleich zu 2025 entspricht und die frühere Höchstmarke von 15,4 Mio. t im Jahr 2023 übertrifft.

Dairy: Rückgang bei Butterpreisen belastet Milchmarktstimmung

An den Märkten für Milchprodukte kam es zu einem leichten Rückgang bei Magermilchpulver und Butter an der European Energy Exchange (EEX). Der Oktober-Future für Magermilchpulver fiel um 12 €, notiert nun bei 3.269 €/t. Die Verluste bei Butter waren deutlicher: Der Oktobertermin fiel seit dem vergangenen Freitag um ganze 90 €, wodurch er nun bei 4.260 €/t liegt. Auf der GDT-Auktion verzeichneten die Erlöse erstmals seit über zwei Monaten wieder einen Rückgang und sanken durchschnittlich um 1,1 Prozent auf 3.349 €/t; besonders stark betroffen war Butter mit einem Minus von 5,7 %.

Kartoffeln: Marktinformationen bleiben wichtig trotz Handelsstopp an EEX-Börse

Anfang Juni 2026 wurde der Handel mit Verarbeitungs-Kartoffelkontrakten an der EEX eingestellt. Dennoch sind aktuelle Marktinformationen zu Verarbeitungs- und Industriekartoffeln weiterhin über Markt Pro verfügbar. Für Speisekartoffeln bleiben Preisdaten und Markteinschätzungen weiterhin zugänglich.

Anmerkung:
Umrechnungskurs: 1 € = 1,1537 USD
1 US-Bushel Mais = 25,4012 kg
1 US-Bushel Weizen = 27,2155 kg
1 US-Bushel Sojabohnen = 27,2155 kg
1 US-CWT = 45,36 kg (Lebendgewicht)
1 Acre = 0,4047 Hektar.