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EU-Schweinefleischexporte sinken 2026 wegen ASP-Beschränkungen

Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die Europäische Union einen leichten Rückgang ihrer Schweinefleisch-Exporte in Drittländer. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Ausfuhrvolumen um 1,3 %.

Spanien als bedeutendster Exporteur betroffen

Innerhalb der EU war Spanien weiterhin der größte Exporteur von Schweinefleisch. Mit etwa 585.300 Tonnen machte das Land über ein Viertel der gesamten EU-Exporte aus. Diese Zahl lag jedoch deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

Der Hauptgrund für den Rückgang der spanischen Exporte war der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im November 2025. Diese führte dazu, dass viele Drittländer den Import spanischen Schweinefleischs stark einschränkten oder ganz stoppten. Dies beeinträchtigte letztlich auch das Gesamtergebnis der EU.

Dänemark und Deutschland auf Expansionskurs

Trotz des allgemeinen Rückgangs konnte Dänemark seine Exporte von einem hohen Niveau aus weiter steigern. Auch Deutschland zeigte eine positive Entwicklung, indem es seine Ausfuhren signifikant erhöhte und so im Handel mit Drittstaaten an Bedeutung gewann.

China und Vereinigtes Königreich als Hauptmärkte

Die wichtigsten Abnehmerländer für EU-Schweinefleisch blieben China und das Vereinigte Königreich. Insbesondere die stark reduzierten Lieferungen nach China wirkten sich negativ auf das gesamte Exportergebnis aus. Auf der anderen Seite konnte die EU Zuwächse bei den Lieferungen nach Südkorea verzeichnen.

Für die kommenden Monate erwarten Experten eine weiterhin zurückhaltende Entwicklung, sofern die bestehenden Handelsbeschränkungen gegenüber spanischen Exporten nicht gelockert werden.