Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt nach wie vor eine bedeutende Herausforderung für zahlreiche europäische Länder dar. Insbesondere in Südosteuropa breitet sich die Seuche kontinuierlich aus, wobei Polen, Italien und Deutschland unter den am stärksten betroffenen Nationen sind. Die aktuellen Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) aus Greifswald belegen die anhaltende Problematik eindeutig.
Hohes Infektionsaufkommen bei Wildschweinen
Polen verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 1.415 ASP-Fälle bei Wildschweinen und einen Fall bei Hausschweinen. Dies positioniert Polen an der Spitze der betroffenen Länder in Europa. Italien folgt mit 823 registrierten Ausbrüchen bei Wildschweinen sowie ebenfalls einem Vorfall bei Hausschweinen. In Deutschland wurden zwischen Januar und Juni 622 Fälle von ASP bei Wildschweinen gemeldet. Trotz intensiver Bekämpfungsmaßnahmen treten hier regelmäßig neue Infektionen auf, was die Komplexität der Eindämmung verdeutlicht.
Auswirkungen auf Hausschweinbestände
Südosteuropa ist besonders schwer von ASP-Ausbrüchen in Hausschweinbeständen betroffen. In Serbien wurden im gleichen Zeitraum 132 Fälle gemeldet, während Rumänien und Kroatien auf 109 bzw. 24 Infektionen kamen. Auch im Juni setzten sich die Ausbrüche in den betroffenen Regionen fort, was die Herausforderungen für die lokalen Landwirte und Gesundheitsbehörden erhöht.
Gesamtsituation und Maßnahmen
Insgesamt wurden laut FLI in der ersten Jahreshälfte 5.580 Fälle von ASP bei Wildschweinen und 292 Fälle bei Hausschweinen registriert. Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit zur Eindämmung der Seuche. Experten fordern eine intensivere Überwachung der Wildtierpopulationen sowie strengere Hygienemaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben.
Da die ASP weiterhin große Teile Europas betrifft, bleibt es entscheidend, sowohl kurzfristige als auch langfristige Lösungsansätze zu entwickeln, um das Risiko weiterer Ausbrüche zu minimieren und die Ausbreitung effektiv zu kontrollieren.
