Aktuell wird der Eierkauf in allen Filialen der Netto ApS & Co. KG beschränkt, da es europaweit Lieferengpässe gibt. Kunden dürfen nur noch maximal zwei Packungen erwerben. Diese Maßnahme wurde von der dänischen Muttergesellschaft Salling Group veranlasst, um die Versorgung möglichst vieler Verbraucher zu gewährleisten.
Ursachen der Engpässe auf dem europäischen Markt
Die Knappheit auf dem Eiermarkt ist unter anderem auf Ausbrüche der Newcastle-Krankheit bei Legehennen zurückzuführen, was zu deutlichen Engpässen führte. Netto musste zeitweise auf verschiedene Eierprodukte verzichten, da die Versorgung nicht gewährleistet werden konnte. Es wird jedoch erwartet, dass sich die Situation im Laufe des Monats stabilisiert und die Verkaufsrestriktionen dann aufgehoben werden können.
Besonders in Berlin zeigt sich das Problem deutlich, da dort eine hohe Nachfrage nach Eiern besteht und regionale Produzenten besonders stark von den Lieferproblemen betroffen sind.
Situtation bei weiteren Händlern
Nicht nur Netto ist betroffen: Auch Rewe hat mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Einige Eiersorten fehlen in den Regalen, was laut dem Unternehmen jedoch nicht auf eine allgemeine Knappheit hindeutet. Vielmehr gestaltet es sich derzeit aufgrund der Krankheitsausbrüche schwierig, das komplette Sortiment konstant verfügbar zu halten.
Laut Marktinfo Eier & Geflügel handelt es sich hierbei nicht um eine flächendeckende Krise, sondern um punktuelle Probleme bei bestimmten Lieferanten.
- Netto beschränkt den Verkauf auf zwei Packungen pro Kunde.
- Rewe kann nicht alle Sorten anbieten.
- Berlin ist besonders betroffen durch hohe Nachfrage.
Trotz der gegenwärtigen Herausforderungen erwartet die Branche eine baldige Rückkehr zur Normalität. Die Maßnahmen der Handelsketten sollen sicherstellen, dass möglichst viele Kunden weiterhin Zugang zu Eiern haben. Dies verdeutlicht die Anfälligkeit landwirtschaftlicher Lieferketten gegenüber Krankheiten und anderen unvorhersehbaren Ereignissen.
