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89 tote Rinder in Kansas: Nitratvergiftung durch Tränkwasser entdeckt

Im US-Bundesstaat Kansas wurden kürzlich 89 Rinder tot auf einer Weide entdeckt. Diese Entdeckung hat zu Untersuchungen geführt, die sich mit der Ursache des Massensterbens befassen. Der Verdacht fiel schnell auf das Tränkwasser der Tiere, in dem extrem hohe Nitratwerte festgestellt wurden.

Verdacht auf Nitratvergiftung

Die toten Tiere gehörten zu einer Mutterkuhherde, die einige Tage auf einer Stoppelweide verbracht hatte, berichtete das Fachportal Bovine Vet Online. Während dieser Zeit tranken die Rinder Wasser aus einem Tank, der zuvor für Flüssigdünger genutzt worden war. Analysen des Kansas Veterinary Diagnostic Laboratory ergaben, dass das Wasser mehr als 9.400 ppm Nitrat enthielt. Diese hohen Werte führten zu einer Nitratvergiftung, was durch Probenuntersuchungen der verendeten Rinder bestätigt wurde.

Einsatz von Teststreifen zur Früherkennung

Angesichts der Ereignisse prüfen Tierärzte der Kansas State University zusammen mit Experten des Kansas Veterinary Diagnostic Laboratory den möglichen Einsatz einfacher, im Handel erhältlicher Nitrat-Teststreifen als Screening-Methode für Tränkwasser. Ziel ist es, solche Risiken frühzeitig zu erkennen und damit zukünftige Zwischenfälle zu vermeiden. Laut Bovine Vet Online gehört die Nitratvergiftung zu den häufigsten akuten Vergiftungen bei Rindern und kann durch Umwandlung von Nitrat zu Nitrit im Pansen schnell tödlich enden.

Derzeit laufen weitere Untersuchungen, um die Zuverlässigkeit dieser einfachen Testmethoden unter realen Bedingungen zu ermitteln und deren praktischen Einsatz in der Landwirtschaft zu bewerten.