Beim jüngsten Bauerntag in Freiburg sorgte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer für positive Resonanz. Besonders Bauernpräsident Joachim Rukwied zeigte sich begeistert und lobte die Rede des Ministers als „stark“. Zahlreiche Plakate mit Forderungen wie „Flächenfraß stoppen“ oder „Sofortprogramm für Sauenhalter jetzt“ begrüßten Rainer, der erklärte, er stehe hinter diesen Anliegen, auch wenn deren Umsetzung herausfordernd sei.
Rainers bisherige Leistungen
Vor rund 450 Delegierten präsentierte Rainer eine Bilanz seiner bisherigen Amtszeit. Ein wesentliches Thema war die Ablehnung der Kappung bei 100.000 Euro, was ihm großen Beifall einbrachte. Zu seinen Erfolgen zählt er die verstärkte Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und die Wiedereinführung des Agrardiesels. Zudem erwähnte er die Integration des Wolfs ins Jagdrecht sowie den Wegfall überflüssiger Meldepflichten und der Stoffstrombilanz. Das geplante Bürokratieabbaugesetz soll Bauern ebenfalls spürbar entlasten.
Herausforderungen bei Verordnungen
Trotz Fortschritten gibt es laut Rainer weiterhin Herausforderungen, insbesondere bei diversen Verordnungen. Beispielsweise sieht er die Wiederherstellungsverordnung kritisch und bezeichnete deren Beschluss im EU-Parlament als „Unfall“, dem jedoch entgegengewirkt werde. Auch zur Entwaldungsverordnung äußerte er sich positiv über den bisherigen Umsetzungsstand in Deutschland.
Deutsche Produkte im Ausland gefragt
Unter dem Motto „Made in Germany“ betonte Rainer den Erfolg deutscher Agrarprodukte auf internationalen Märkten. Diese seien sehr gefragt, was sich in der Exportquote widerspiegele: Jeder vierte Euro in der Landwirtschaft und jeder dritte in der Ernährungswirtschaft wird durch Exporte erwirtschaftet. Um diese Position zu stärken, plant Rainer personelle Verstärkungen im Ministerium und im Veterinärbereich.
Düngeverordnung und GAP-Förderung
Bezüglich der Düngeverordnung versprach Rainer eine praxisgerechte Lösung trotz eines geleakten Entwurfs aus seinem Ministerium. Zudem machte er deutlich, dass er sich energisch für die Interessen deutscher Bauern in Brüssel einsetze und für jeden Euro in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) kämpfe.
Anerkennung der landwirtschaftlichen Arbeit
Rainer nutzte den Bauerntag auch, um den Landwirten Anerkennung zu zollen: Ihre tägliche Arbeit sei essenziell für das Land und verdiene Stolz. Besonders hob er die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft hervor, deren Beitrag nicht nur im Jahr 2026 gewürdigt werden sollte.
Bauernpräsident Rukwied schloss sich dem Lob an und betonte Rainers authentisches Engagement sowie seine Überzeugungskraft bei agrarpolitischen Themen.
