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Raps stabil, US-Maispreise sinken, EEX-Pulverhandel gefragt

Die Entwicklungen an den internationalen Agrarbörsen haben in der vergangenen Woche für einige Bewegung gesorgt. Insbesondere bei Weizen, Mais und Raps sind signifikante Preisveränderungen zu beobachten, die teilweise durch äußere Faktoren beeinflusst werden.

Weizen: Stabilisierung nach Rückgang

Nach einer siebentägigen Abwärtsbewegung erholten sich die vorderen Weizen-Futures an der Euronext leicht. Der September-Kontrakt stieg um 0,25 € auf 201,50 €/t, was den Wochenverlust auf 6 € oder 2,9 % reduzierte. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Juli-Weizenkontrakt an der CBoT in Chicago weitere Verluste mit einem Rückgang von 1,75 Cent auf 5,80 US-$/bu (185 €/t), was ein Wochenminus von 44 Cent oder 7,1 % bedeutet. Trotz dieser leichten Erholung bleibt die Marktstimmung pessimistisch, da Händler für die Saison 2026/27 eine ausreichende globale Versorgung erwarten, begünstigt durch günstige Wetterbedingungen in wichtigen Anbauregionen wie der EU, Russland und der Ukraine.

Ölsaaten: Seitwärtsbewegung bei Raps

Der Rapshandel an der Euronext war am Freitag überwiegend durch Verluste gekennzeichnet. Der Frontmonat August sank um 3,25 € und endete bei 524,50 €/t. Dies führte zu einem minimalen Wochenverlust von 0,25 € oder 0,05 %. Auch die Sojabohnen an der CBoT in Chicago verloren weiter an Wert. Die Juli-Sojabohne fiel um 18 Cent auf 11,21 US-$/bu (358 €/t), was den wöchentlichen Rückgang auf insgesamt 65,25 Cent oder 5,5 % erhöht. Schwache Preise für Sojaöl und Palmöl sowie ein niedrigerer Rohölpreis beeinflussten den Markt negativ.

Mais: Abwärtstrend durch Fondsaktivitäten

An der CBoT fiel der Mais-Kontrakt für Juli um 7 Cent auf 4,17 US-$/bu (142,70 €/t), was einen Wochenverlust von insgesamt 29,25 Cent oder 6,5 % darstellt. In Europa hingegen verzeichnete der August-Kontrakt an der Euronext einen Anstieg um 2,50 € auf 218,75 €/t. Trotzdem blieb hier ein Wochenrückgang von 8,25 € oder 3,6 %. Die Preisentwicklung in den USA wird maßgeblich durch das Verhalten von Finanzinvestoren beeinflusst, die ihre Long-Positionen abbauen und somit zusätzlichen Druck auf die Kurse ausüben.

Kartoffeln: Ende des Börsenhandels

Seit dem 4. Juni 2026 werden an der EEX keine Kontrakte für Verarbeitungs-Kartoffeln mehr gehandelt. Informationen zu Preisen und Markteinschätzungen für Speiseware sind jedoch weiterhin verfügbar.

Milchprodukte: Nachfrage nach Magermilchpulver steigt

Der Handel mit Magermilchpulver zeigte vor dem Wochenende unterschiedliche Trends. Während die vorderen Termine leicht nachgaben, führten niedrige Preise bei Herbst-Terminen zu verstärktem Kaufinteresse und steigenden Kursen. Der November-Termin stieg um 77 € auf einen Preis von 2.725 €/t trotz eines Wochenverlustes von ebenfalls 75 €. Auch Butter wurde aktiv gehandelt; insbesondere der August-Termin schloss bei einem Preis von 4.014 €/t.