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Fonterra steigert Umsatz und Milchpreisprognosen trotz Herausforderungen

Der neuseeländische Molkereiriese Fonterra hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 bemerkenswerte Erfolge erzielt. Der Umsatz stieg von Juli 2025 bis Januar 2026 auf 13,9 Milliarden NZ$ (rund 6,98 Milliarden Euro), was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 10 Prozent entspricht. Auch das operative Ergebnis verzeichnete mit einem Anstieg um 11,2 Prozent auf 1,23 Milliarden NZ$ (circa 620 Millionen Euro) eine positive Entwicklung. Der Nettogewinn erhöhte sich um 3 Prozent und erreichte damit 729 Millionen NZ$ (ungefähr 366 Millionen Euro).

Aussicht auf steigende Milchpreise

Fonterra reagiert auf die gute wirtschaftliche Lage mit der Ankündigung einer Zwischendividende von 24 NZ-Cent (12 Euro-Cent) pro Aktie. Diese Ausschüttung wird aus den laufenden Geschäften finanziert. Zudem hat das Unternehmen die Prognose für den Gewinn je Aktie auf einen Bereich von 50 bis 65 NZ-Cent (das entspricht etwa 25 bis 33 Euro-Cent) angehoben. Die Landwirte profitieren ebenfalls von dieser Entwicklung: Die Prognose für den Milchpreis wurde von ursprünglich 9,50 NZ$ (4,77 €) auf nunmehr 9,70 NZ$ (4,87 €) je Kilogramm Milchfeststoff erhöht. Die Preisspanne liegt jetzt zwischen 9,40 und 10,00 NZ$ (4,72 bis 5,02 €).

Nahost-Konflikt beeinflusst Kostenstruktur

Laut CEO Miles Hurrell tragen die gestiegenen Milchpreiserwartungen und Gewinne dem Umstand Rechnung, dass sich die globalen Rohstoffpreise erholen. Fonterra konnte im ersten Halbjahr zudem Rekordmengen an Milch auf der Südinsel verzeichnen; die Produktion stieg um 4 Prozent auf insgesamt 1,565 Milliarden kg Milchfeststoff. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt jedoch das Risiko erheblicher Schwankungen bei den Rohstoffpreisen bestehen. Besonders der Konflikt im Nahen Osten hat Auswirkungen auf die Lieferketten und könnte zu höheren Lagerbeständen und steigenden Kosten in der zweiten Jahreshälfte führen.

Zusammenfassend zeigt sich Fonterra als stabiler Akteur im internationalen Molkerei-Markt. Während die bisherigen Ergebnisse erfreulich sind, bleibt abzuwarten, wie sich geopolitische Spannungen langfristig auf die finanzielle Lage des Unternehmens auswirken werden.