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Erzeugerpreise im März 2026: Schweine und Milch günstiger, Eier teurer

Im März 2026 verzeichnete das Statistische Bundesamt eine bemerkenswerte Veränderung der Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Preisindex um 8,8 %, was jedoch eine Verbesserung gegenüber den -10,9 % im Februar und den -10,0 % im Januar darstellt.

Entwicklung der pflanzlichen und tierischen Erzeugnisse

Pflanzliche Erzeugnisse sahen einen Rückgang der Preise um 8,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die Preise für Tiere und tierische Produkte sanken um 9,3 %. Dennoch gab es eine positive Entwicklung von Februar bis März 2026 mit einem Anstieg von 1,4 % bei pflanzlichen und 2,5 % bei tierischen Produkten.

Speisekartoffeln besonders betroffen

Ein signifikanter Preisrückgang war bei Speisekartoffeln zu verzeichnen. Diese kosteten im März 2026 sogar 55,2 % weniger als noch ein Jahr zuvor. Auch in den Vormonaten war ein ähnlicher Trend zu beobachten.

Unterschiedliche Entwicklungen bei Obst, Gemüse und Wein

Die Obstpreise fielen um 31,2 %, mit Tafeläpfeln als prominentes Beispiel für diesen Abwärtstrend (-33,0 %). Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Gemüse erheblich an: Gurken verteuerten sich um 31,9 %, Salat um 20,3 %, und Tomaten um 14,9 %. Wein erlebte ebenfalls einen leichten Preisaufschwung von 1,8 %.

Sinken der Getreide- und Futterpflanzenpreise

März 2026 brachte einen Rückgang der Getreidepreise im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 %. Auch Futterpflanzen wurden günstiger mit einem Minus von 6,2 %. Jedoch stiegen die Preise für Handelsgewächse insgesamt leicht an (+0,9 %) – die erste solche Steigerung seit September 2024. Raps verteuerte sich ebenfalls um 2,5 %.

Tiere: Unterschiede bei Rindern und Geflügel gegenüber Schweinen und Milch

Laut Destatis sanken die Milchpreise stark um 27,0 %, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch leicht gegenüber Februar 2026 (-0,7 %). Eier hingegen verteuerten sich im Jahresvergleich um 13,8 %. Bei den Tierpreisen insgesamt verzeichnete man einen Anstieg von 3,6 %; insbesondere Rinder stiegen um 13,3 %. Schlachtschweine waren jedoch günstiger (-3,6 %) als im Vorjahr. Die Geflügelpreise erhöhten sich ebenfalls leicht um 3,9 %;, vor allem durch Preisanstiege bei Enten und Puten (+9,7 %) während Hähnchen nur marginal teurer wurden (+0,2%).

Zusammenfassend bleibt festzustellen: Während einige landwirtschaftliche Produkte deutliche Preisrückgänge erfuhren, gab es bei anderen Segmenten wie Gemüse oder Geflügel signifikante Preissteigerungen. Diese Entwicklungen unterstreichen die Volatilität des Agrarmarktes in Deutschland.