Die jüngsten Prognosen des USDA werfen neue Schlaglichter auf die globale Landwirtschaft. Während die Sojabohnenproduktion weltweit einen neuen Höchststand erreicht, sieht sich die Weizenindustrie mit einem massiven Rückgang konfrontiert. Der jüngste Bericht sorgt für Bewegung an den internationalen Agrarmärkten.
Weizenproduktion auf historischem Tief
Die Märkte reagierten schnell auf den neuesten WASDE-Bericht des USDA, der einen dramatischen Rückgang der US-Weizenproduktion prognostiziert. Die erwartete Ernte von 42,5 Millionen Tonnen wäre die geringste seit 1957 und bedeutet einen Rückgang um 13,5 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Auf globaler Ebene wird die Weizenernte auf 819,1 Millionen Tonnen geschätzt, was einem Minus von 24,8 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz eines leichten Rückgangs des Verbrauchs um 0,3 Millionen Tonnen bleibt der Bedarf hoch bei 823,2 Millionen Tonnen.
Rekordernte bei Sojabohnen
Im Gegensatz dazu zeigt sich der Markt für Ölsaaten stabiler. Das USDA rechnet mit einer Rekordernte von 441,5 Millionen Tonnen Sojabohnen weltweit. Diese Steigerung um 13,9 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr wird durch eine erhöhte Nachfrage insbesondere im Bereich Biodiesel angetrieben. Auch die Raps-Futures an der Euronext verzeichneten leichte Zugewinne über mehrere Tage hinweg.
Maisprognosen in Südamerika steigen
Auch im Maissektor gibt es Neuigkeiten: Das USDA hat seine Ernteprognosen für Südamerika deutlich angehoben. Für Argentinien wird nun mit einer Produktion von 59 Millionen Tonnen gerechnet, während Brasilien auf 135 Millionen Tonnen geschätzt wird. Dies führt zu einem Anstieg der globalen Endbestände auf 297 Millionen Tonnen für das Jahr 2025/26, obwohl für das darauf folgende Jahr ein Rückgang auf 277,5 Millionen Tonnen erwartet wird.
Kartoffelmarkt stagniert
Der Markt für Kartoffeln zeigt sich hingegen unverändert. Der Juni-2026-Kontrakt blieb stabil bei 18,50 €/dt ohne jeglichen Handel oder offene Positionen am Markt. Auch die Kassapreise weisen keine nennenswerten Veränderungen auf.
Milchmarkt unter Druck
An der EEX gaben die Preise für Magermilchpulver nach und schlossen am Dienstag bei 2.958 €/t, was einen Rückgang um 79 € im Vergleich zum letzten Freitag darstellt. Butter zeigte keine Umsätze und wurde bei 3.938 €/t notiert. Die erhöhte Milchproduktion im Vergleich zum Vorjahr wirkt weiterhin belastend auf den Markt, während geopolitische Unsicherheiten durch Konflikte und hohe Energiepreise zusätzlich Druck ausüben.
Umrechnungskurs: 1 € = 1,1738 USD
Mengen:
- 1 US bushel Mais = 25,4012 kg
- 1 US bushel Weizen = 27,2155 kg
- 1 US bushel Sojabohne = 27,2155 kg
- 1 US cwt = 45,36 kg (Lebendgewicht)
- 1 acre = 0,4047 ha
