Anzeige
 

Weizen schwach, Mais gefragt: Aktuelle Agrarmarkt-Entwicklungen

Die Agrarmärkte stehen derzeit unter dem Einfluss globaler Wirtschaftsfaktoren und wechselnder Nachfrage, was sich auf die Preisentwicklung verschiedener Rohstoffe auswirkt. Insbesondere der Weizenmarkt verzeichnete zu Beginn der Woche einen Rückgang. Der September-Future an der Euronext fiel um 2,50 Euro auf 212,50 Euro pro Tonne, während in den USA aufgrund eines Feiertages die Märkte geschlossen blieben. Die Preisverluste resultierten unter anderem aus einem stärkeren Euro sowie der Entscheidung Argentiniens, die Exportsteuern für Weizen zu senken. Darüber hinaus wird in der Türkei eine herausragende Weizenernte erwartet, was den Druck auf die Preise weiter verstärkte.

Rückläufige Ölpreise belasten Rapshandel

Der Rapspreis an der Euronext erlebte am Montag ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Der August-Kontrakt verlor 11,25 Euro und schloss bei 515,25 Euro pro Tonne. Im Gegensatz dazu konnten die Sojabohnen am Freitag noch einen leichten Anstieg verzeichnen. Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran führte zu einem Einbruch der Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit einem Monat, was sich negativ auf den Rapshandel sowohl an der Euronext als auch an der ICE auswirkte.

Starke Nachfrage nach US-Mais trotz Feiertag

Obwohl die US-Börsen am Montag geschlossen waren, zeigte sich im Vorfeld eine starke Exportnachfrage nach Mais in den USA. Auf der Euronext begann der Juni-Future mit einem Rückgang von 2,25 Euro pro Tonne und notierte bei 219,25 Euro pro Tonne. In Chicago hingegen stieg der Juli-Kontrakt um einen Cent auf 4,63 US-Dollar pro Bushel. Niederschläge im Corn Belt verbesserten die Bedingungen für die kommende Ernte, begrenzten jedoch auch größere Gewinne.

Kartoffelmarkt bleibt angespannt

Der Kartoffelmarkt zeigt sich weiterhin in einer schwierigen Lage. Obwohl noch Bewertungen für den Frontmonat Juni 2026 vorgenommen werden, ist mangels Handel und offener Positionen keine belastbare Analyse möglich. Auf dem Kassamarkt bewegen sich die Preise auf einem sehr niedrigen Niveau und es besteht kaum Nachfrage nach Standardsorten – Ausnahmen bilden lediglich einige Spezialsorten wie Innovator.

EEX-Milchmarkt verharrt in Seitwärtsbewegung

An der EEX bleibt der Handel mit Magermilchpulver von geringen Umsätzen geprägt. Der Juli-Kontrakt schloss unverändert zum Freitag bei 2.941 Euro pro Tonne. In der Vorwoche hatte dieser Kontrakt bereits um 72 Euro nachgegeben. Auch Butter zeigte bei vorderen Terminen kaum Bewegung, während Herbst-Kontrakte Verluste verzeichneten. Der Juni-Future stagnierte bei 3.938 Euro pro Tonne, wobei ein schwächerer Euro größere Verluste verhinderte. Die Marktsituation bleibt durch ein hohes Milchangebot und eine zurückhaltende Nachfrage belastet.