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US-Eierpreise stürzen 2026 auf 20-Jahres-Tief trotz Futterkostenanstieg

Der US-amerikanische Eiermarkt erlebt nach einem außergewöhnlichen Jahr 2025 einen dramatischen Preisverfall. Während die Eierpreise im vergangenen Jahr Rekordhöhen erreichten, sind sie 2026 auf ein Tiefstniveau gefallen, das seit zwei Jahrzehnten nicht mehr verzeichnet wurde. Diese Entwicklung stellt die Legehennenhalter vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen.

Preisrückgang und Produktionskosten

Die aktuellen Eierpreise liegen inflationsbereinigt weit unter dem 20-Jahres-Durchschnitt. Zwischen Januar und August 2026 lag der Durchschnittspreis für große Eier, die an Lagerhäuser im Mittleren Westen geliefert wurden, bei etwa 81 US-Cent pro Dutzend. Dies entspricht einem Rückgang von 38 Prozent gegenüber dem langfristigen Mittelwert von 1,31 US-Dollar.

Laut Experten deckt der durchschnittliche Erzeugerwert von rund 48 US-Cent je Dutzend in vier maßgeblichen US-Regionen nicht einmal die Produktionskosten. Zusätzlich müssen aus den Erlösen noch Verpackungs- und Transportkosten beglichen werden.

Einfluss der Futterkosten

Eine weitere Belastung für die Hühnerhalter sind die steigenden Kosten für Futter, die in den letzten Jahren etwa 54 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachten. Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums gehen von einem Anstieg der Maispreise um 16 Prozent und der Sojaschrotpreise um fünf Prozent aus. Insgesamt könnte dies zu einer Erhöhung der Futterkosten um rund acht Prozent führen.

Diese Entwicklung ist besonders problematisch, da sie auf eine Zeit sinkender Erlöse trifft. Die Kombination aus fallenden Preisen und steigenden Kosten droht, die Wirtschaftlichkeit vieler Betriebe zu gefährden.

Ursachen des Preisbooms im Vorjahr

Der Preisanstieg im Jahr 2025 war hauptsächlich durch die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) verursacht worden, die das Angebot erheblich einschränkte, während gleichzeitig eine hohe Nachfrage bestand. Diese außergewöhnliche Marktkonstellation führte zu den außergewöhnlich hohen Preisen des Vorjahres.

Anzumerken ist, dass sich diese Situation nun ins Gegenteil verkehrt hat, da das Angebot sich normalisiert hat und die Nachfrage nicht mehr so stark ausgeprägt ist wie zuvor.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Vor diesem Hintergrund bleibt unklar, wie sich der Markt weiterentwickeln wird. Die Legehennenhalter sehen sich mit einer komplexen Situation konfrontiert: Sie müssen sowohl den Preisverfall als auch potenziell steigende Kosten bewältigen. Diese Herausforderungen erfordern möglicherweise Anpassungen in den Betriebsstrategien, um langfristig bestehen zu können.

Für weitere Einblicke in die Entwicklungen auf dem Eiermarkt besuchen Sie gefluegelnews.de.