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Tierbestände in Mecklenburg-Vorpommern 2025 erstmals wieder gestiegen

Im Jahr 2025 zeigt sich in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns erstmals seit Jahren eine leichte Erholung der Tierbestände. Dies geht aus den aktuellen Statistiken des Statistischen Landesamtes hervor. Die Zahl der Rinder, Schweine und Legehennen im Land hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, was als positives Signal für die Landwirte gewertet wird.

Rinderbestand mit leichtem Wachstum

Zum Stichtag am 3. November 2025 wurden insgesamt 443.861 Rinder verzeichnet, was einen Zuwachs von etwa 1.200 Tieren oder 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die Anzahl der Milchkühe stieg leicht um 950 Tiere auf insgesamt 145.072 an, was einem Wachstum von 0,7 Prozent entspricht. Diese Entwicklung deutet auf eine langsame Stabilisierung in der Rinderhaltung hin, nach dem jahrelangen Rückgang der Bestände.

Deutliches Plus bei Schweinen

Die Schweinehaltung erlebte einen markanteren Anstieg. Der Bestand erhöhte sich um 6,3 Prozent auf rund 606.600 Tiere. Dieser Zuwachs in der Ferkelerzeugung und Schweinemast könnte ein erster Schritt zu einer Trendwende sein, auch wenn die Zahlen noch nicht ausreichen, um von einer langfristigen Stabilisierung zu sprechen.

Langfristige Vergleiche zeigen weiterhin Rückstände

Trotz der positiven Entwicklungen sind die aktuellen Bestandszahlen im Vergleich zu vor zehn Jahren immer noch deutlich niedriger. Im November 2015 wurden beispielsweise noch 561.075 Rinder und 748.455 Schweine gehalten. Diese Diskrepanz macht deutlich, dass trotz der jüngsten Erholung die Verluste der letzten Jahre noch nicht ausgeglichen sind.

Niedrige Tierdichte beeinflusst Ackerbau

Nicht nur Viehhalter sind von den Bestandsentwicklungen betroffen; auch Ackerbauern sind auf eine ausgewogene Nutztierhaltung angewiesen, da diese organischen Dünger liefert und so zur Bodenfruchtbarkeit beiträgt sowie den Bedarf an Mineraldünger reduziert. Fachleute empfehlen eine Tierdichte von 1 bis 2 Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche als Orientierungswert für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft – ein Ziel, das mit den aktuellen Beständen in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht erreicht ist.

Eierproduktion auf Rekordniveau

Während sich Rinder- und Schweinebestände langsam erholen, erreichte die Eierproduktion ein neues Rekordniveau. Mit einer Auslastung von fast 89 Prozent produzierten Betriebe mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen insgesamt 769 Millionen Eier – ein Anstieg von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jede Henne legte dabei durchschnittlich 300 Eier im Jahr.

Diese Entwicklungen zeigen sowohl positive als auch herausfordernde Aspekte für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern: Während einige Sektoren Anzeichen einer Erholung zeigen, bleibt die geringe Tierdichte eine zentrale Herausforderung für nachhaltige landwirtschaftliche Kreisläufe.