Anzeige
 

Steinmeier erhält Erntekrone und würdigt Landwirte in Kulmbach

Am vergangenen Sonntag fand in Kulmbach die symbolträchtige Übergabe der Erntekrone an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt. Diese Veranstaltung, die in den letzten Jahren eine Renaissance erlebte, bietet der Landwirtschaft eine Plattform zur Vernetzung mit politischen Entscheidungsträgern.

Tradition trifft Moderne

Seit Beginn seiner Amtszeit hat Steinmeier die Übergabe der Erntekrone wiederbelebt, jedoch mit einer entscheidenden Änderung: Statt im Schloss Bellevue wird die Krone nun dort überreicht, wo sie gebunden wird. Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, lobte diesen Schritt als ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Landfrauen vor Ort.

In diesem Jahr wurde die Zeremonie von oberfränkischen Bäuerinnen unterstützt, die das kunstvolle Geflecht vor der historischen Plassenburg präsentierten. Anwesend waren neben dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Deutschen Landfrauenverband (dlv) auch Vertreter kirchlicher Organisationen.

Dank und Anerkennung für harte Arbeit

Steinmeier betonte seine persönliche Verbindung zur Landwirtschaft und hob hervor, dass er und seine Frau aus ländlichen Regionen stammen. Beide wüssten um die Herausforderungen des bäuerlichen Lebens und den ständigen Kampf gegen Extremwetter und volatile Erzeugerpreise.

Er unterstrich die Wichtigkeit des Dankes an jene, die unsere Ernährungssicherheit gewährleisten. Der Bundespräsident rief dazu auf, diese Leistungen nicht als selbstverständlich zu betrachten, sondern sie aktiv zu würdigen.

Kulturelle Bedeutung der Erntekrone

Beate Opel, Bezirksbäuerin des Bayerischen Bauernverbandes, erklärte, dass die Erntekrone mehr sei als nur ein traditionelles Symbol. Sie repräsentiere sowohl harte Arbeit als auch die Abhängigkeit von natürlichen Kräften trotz modernster Technik. Die Krone stehe für den Stolz auf eine erfolgreiche Ernte und erinnere an die Herausforderungen durch Wetterextreme.

Politische Unterstützung gefordert

Joachim Rukwied vom DBV appellierte an die Politik, in Zeiten wirtschaftlichen Drucks hinter den Landwirten zu stehen. Versorgungssicherheit sei essenziell für eine stabile Demokratie und müsse geschützt werden. Es sei Aufgabe von Gesellschaft und Politik, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein.

Anschließend informierten sich Steinmeier und seine Frau auf dem „Markt der Möglichkeiten“ über aktuelle Projekte bäuerlicher und kirchlicher Organisationen. Dabei lag ein besonderer Fokus auf der Arbeit der Landwirtschaftlichen Familienberatung der KLB Bamberg.