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Russlands Geflügelbrutmaschinen-Produktion bricht 2025 um 98,4 % ein

Die russische Landwirtschaft steht vor einer Herausforderung, da die Produktion von Geflügelbrutmaschinen im Jahr 2025 dramatisch um 98,4 % eingebrochen ist. Laut einer Analyse der Alto Consulting Group (ACG) wurden nur noch 455 Einheiten hergestellt, ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den 28.413 Einheiten im Vorjahr. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf das Stagnieren der Investitionen in der Eierindustrie zurückzuführen.

Hintergründe des Produktionsrückgangs

Der Rückgang der Produktion von Geflügelbrutmaschinen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. ACG hebt hervor, dass das Ende großer Investitionsprojekte und die Abnahme neuer Aufträge eine Rolle spielen. Zudem habe sich die Nachfrage nach spezialisierter Geflügeltechnik verändert, wie das Magazin Food & AgriBusiness berichtet. Eine alternative Sichtweise könnte jedoch darauf hindeuten, dass die Branche ihre Ausgaben umstrukturiert und möglicherweise in andere Technologien investiert.

Obwohl die genaue Verlagerung der Investitionen unklar bleibt, wird deutlich, dass eine vollständige Erholung der Branche eine neue Welle an Investitionen erforderlich macht. Die Modernisierung bestehender Anlagen und der Aufbau neuer Kapazitäten sind dabei entscheidend. Analysten sehen auch in einer steigenden Nachfrage nach heimischer Agrartechnik sowie in einer intensiveren Automatisierung der Brutprozesse wichtige Treiber für einen Aufschwung.

Positive Entwicklungen trotz Herausforderungen

Trotz des Rückgangs bei den Brutmaschinen zeigt die Eierindustrie selbst kaum Anzeichen einer Krise. Im Gegenteil: Die Produktion von Eiern stieg 2025 um 4,3 % auf 48,6 Milliarden Stück an, und die Exporte verdoppelten sich nahezu auf 406,7 Millionen Eier. Gleichzeitig sanken die Importe um 13 % auf 740,2 Millionen Eier. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Branche insgesamt weiterhin wächst.

Allerdings sind die Marktbedingungen schwierig, was neue Investitionen erschwert. Besorgniserregend ist vor allem, dass russische Großhandelspreise unter den Produktionskosten liegen – ein Trend, der nun schon das zweite Jahr in Folge anhält. Der Beobachtungsdienst Eggpack meldete einen Preisverfall für ein Dutzend hochwertiger Eier in Moskau von 110 Rubel (1,31 US-Dollar) im Februar 2026 auf nur noch 25 Rubel (0,30 US-Dollar) bis Ende Mai.

Sorgen über Preisschwankungen

Wladimir Belkow von der Geflügelfarm Tschaikowskaja beschreibt die Lage als kritisch und weist darauf hin, dass einige Großhändler bereits im Jahr 2025 gezwungen waren, Eier weit unter den Selbstkosten abzugeben. Dieses Muster setzt sich auch 2026 fort und beginnt sogar früher als erwartet.

Laut Rizwan Dschanarslanow von der Babolna Tetra Group ist der russische Markt für Konsumeier stark von Preisschwankungen geprägt. Phasen extremer Preisanstiege werden durch Überangebote abgelöst, was dazu führen kann, dass Preise unterhalb der Rentabilitätsschwelle fallen und somit Investitionen weiter gefährden.