Anzeige
 

New Holland: 150 Mio. Euro Investition für modernste Mähdrescherproduktion

Das Erntetechnik-Werk von New Holland im belgischen Zedelgem zählt zu den bedeutendsten Produktionsstandorten des Unternehmens. Seit seiner Gründung hat das Werk über 240.000 Mähdrescher produziert, ergänzt durch weitere Maschinen wie Quaderballenpressen und Feldhäcksler. Diese beeindruckende Leistung unterstreicht die zentrale Rolle, die der Standort in der globalen Landwirtschaftstechnik spielt.

Fortschrittliche Produktionstechnologien

In der Produktionshalle des Werks bewegen sich Mähdrescher auf automatisierten Flurförderfahrzeugen scheinbar wie von Geisterhand zu ihren jeweiligen Montageplätzen. Die Teams arbeiten gruppenweise an den Maschinen, wobei fertige Baugruppen direkt an die Montagelinie geliefert werden. Ein Mähdrescher des Modells CR 11 besteht aus etwa 11.000 Einzelteilen, deren Zusammenbau rund 500 Stunden Arbeitszeit erfordert. Diese Maschinen sind mit 75 neu patentierten Technologien ausgestattet.

Investitionen in die Zukunft

Um mit technologischen Fortschritten Schritt zu halten, hat New Holland in den letzten fünf Jahren insgesamt 150 Millionen Euro in die Modernisierung der Produktion investiert. Dies ermöglicht es den Ingenieuren, Entwicklungen vor dem Bau eines Prototyps in einer virtuellen Umgebung zu simulieren und zu testen, was Zeit spart und Effizienz steigert.

Produktionskapazitäten und globale Reichweite

Das Werk umfasst eine Fläche von 36 Hektar, davon sind 20 Hektar überdacht. Täglich können bis zu 16 Mähdrescher, acht Quaderballenpressen und vier Feldhäcksler das Werk verlassen – dies bei einer Schichtdauer von acht Stunden. Jährlich werden durchschnittlich 1.250 CR-Mähdrescher gefertigt und weltweit in bis zu 130 Länder exportiert.

Historische Meilensteine der Dreschtechnik

Die Geschichte des Werks reicht 120 Jahre zurück, beginnend mit Lean Claeys‘ Entwicklung stationärer Dreschmaschinen. Der Claeys MZ war 1952 Europas erster selbstfahrender Mähdrescher mit einer Leistung von 65 PS. Seitdem hat sich das Werk stetig weiterentwickelt, wobei bedeutende Modelle wie der TwinRotor-Mähdrescher TR 70 im Jahr 1975 oder die CX-Schüttlermaschinen von 2001 entstanden sind.

Zukunftsweisende Modelle CR 10 und CR 11

Die heutigen Spitzenmodelle CR 10 und CR 11 repräsentieren eine neue Generation von Mähdreschern mit optimierter Druschleistung bei reduzierten Verlusten. Diese fortschrittlichen Maschinen sollen helfen, die Gesamtkosten bei der Ernte signifikant zu senken. Es bleibt spannend, ob New Holland mit dem CR 11 seinen eigenen Rekord von 797,656 Tonnen Weizen, geerntet in acht Stunden mit einem CR 10.90, übertreffen kann.