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Ferkelpreise sinken weiter: Betriebe kämpfen mit Verlusten im Mai

Die steigenden Preise für Düngemittel und die anhaltend niedrigen Ferkelpreise setzen sauenhaltende Betriebe unter Druck. Trotz einer Stabilisierung der Ferkelpreise auf dem zuvor gesunkenen Niveau hoffen Erzeuger auf eine baldige positive Preisentwicklung. Die aktuelle Situation führt zu erheblichen Liquiditätsengpässen bei vielen Landwirten.

Verluste belasten die Rentabilität

Bereits seit Oktober 2025 können Ferkelerzeuger ihre Vollkosten nicht mehr decken. Laut Berechnungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verzeichneten Landwirte im Mai 2026 Verluste von etwa 7,10 € pro Ferkel mit einem Verkaufsgewicht von 28 kg. Der größte Anteil ihrer Kosten entfällt auf Futtermittel, die rund 43 % ausmachen. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Erlöse um fast 5,00 €, was sich negativ auf die Rentabilität auswirkte.

Im April konnten die Vollkosten noch weitgehend gedeckt werden, doch im Mai verschlechterte sich die Situation weiter. Auf den Schlachtschweinemärkten in Europa halten sich Angebot und Nachfrage derzeit in etwa die Waage, jedoch gibt es in Deutschland regionale Überversorgungen.

Preisbildung auf dem Fleischmarkt bleibt stabil

Der Pressedienst Agra Europe berichtet, dass die Preise für Schlachtschweine trotz einer verkürzten Schlachtwoche und guten Grillwetters keine Veränderungen zeigten. In Belgien und Italien fielen die Notierungen, während sie in Spanien stiegen. Deutsche Analysten sprechen von einer knappen Versorgung des Fleischmarktes.

Trotz der Überversorgung in einigen Regionen Deutschlands wurde der Leitpreis für Schlachtschweine durch die Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) bei 1,60 € pro Kilogramm Schlachtgewicht beibehalten. Die Nachfrage wird als normal bis leicht belebt beschrieben. Der Preis pro Ferkel blieb unverändert bei 52,00 €.

Knappe Versorgung beim Schweinefleisch

Laut AMI gibt es auf dem Schweinefleischmarkt nach den ersten sommerlichen Tagen einen Bedarf zur Auffüllung der Bestände. Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel wurden ausgeweitet, wobei viele günstige Angebote zu finden sind. Engpässe bestehen vor allem bei Nackenstücken, obwohl das vorhandene Angebot insgesamt ausreicht.

Insgesamt herrscht auf dem deutschen Schlachtschweinemarkt ein annähernd ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Dennoch gibt es insbesondere in Nordwest- und Ostdeutschland Angebotsüberhänge, teils bedingt durch technische Probleme in einzelnen Schlachthöfen.