Die deutschen Exporte von Schweinefleisch verzeichneten im ersten Quartal 2026 einen erneuten Anstieg. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stieg das Exportvolumen um etwa 14.000 Tonnen, was einem Wachstum von 3 % entspricht. Rund 43 % dieser Exporte betrafen frische oder gekühlte Produkte.
EU bleibt Hauptabnehmer trotz Rückgang
Trotz eines leichten Rückgangs bleibt die Europäische Union mit einem Anteil von 82 % der wichtigste Markt für deutsche Schweinefleischlieferungen. Innerhalb der EU gab es Unterschiede: Während Italien und die Niederlande mehr importierten, sanken die Lieferungen nach Polen um 13 %. Dies wird auf eine gesteigerte Eigenproduktion in Polen zurückgeführt.
Drittlandsexporte zeigen signifikantes Wachstum
Außerhalb der EU entwickelten sich die Exporte wesentlich dynamischer: Die Lieferungen in Drittländer stiegen um 52 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert war das Wachstum im Vereinigten Königreich, wo die Importe aus Deutschland um 154 % zunahmen. Weitere bedeutende Abnehmer waren Südkorea und Vietnam.
Dieser Anstieg ist teils auf die Aufhebung früherer Handelsbeschränkungen zurückzuführen, die aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und der Maul- und Klauenseuche (MKS) verhängt worden waren. Die Beseitigung dieser Barrieren führte zu einer Neuausrichtung der Handelswege.
