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Deutsche Milchpreise: DMK-Preissturz nach Arla-Fusion im Juni 2026

Der Juni 2026 zeigte im europäischen Milchmarkt ein eher gemischtes Bild. Wichtige Molkereien hielten die Preise stabil, obwohl die Mengen durch eine zunehmende Trockenheit beeinträchtigt wurden. Die führenden Molkereien wie das Deutsche Milchkontor (DMK) und Hochwald zahlten den Landwirten jedoch unterschiedliche Preise.

Milchpreise in Europa: Ein Überblick

Nach Angaben der European Dairy Farmers (EDF) und ZuivelNL lag der durchschnittliche Standardmilchpreis im Juni bei 40,04 Euro pro 100 Kilogramm. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 0,10 Euro im Vergleich zum Mai. Der langfristige Vergleich offenbart jedoch eine größere Herausforderung: Die Preise sind um mehr als 20 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Diese Entwicklung betrifft insbesondere die Lieferanten des DMK, die Einbußen hinnehmen mussten, was vor allem auf Änderungen bei der Preismethodik infolge einer Fusion mit Arla zurückgeführt wird.

Deutsche Molkereien unter Druck

Für das DMK war der Juni mit einem Preisrückgang von 1,99 Euro auf 39,55 Euro pro 100 Kilogramm wenig erfreulich. Trotz dieses Rückschlags liegt das DMK im Zwölfmonatsdurchschnitt bei soliden 44,44 Euro und damit über dem Mittelwert der Vergleichsmolkereien. Im Gegensatz dazu hielt Hochwald den Auszahlungspreis stabil bei 36,96 Euro und bildet damit das Schlusslicht unter den deutschen Unternehmen.

Arla und FrieslandCampina: Stabile Positionen

Die Genossenschaften Arla Foods und FrieslandCampina behaupteten sich im Juni stabil. Arla zahlte fast den Durchschnittswert von 40,04 Euro je 100 Kilogramm aus, wobei eine minimale Anpassung aufgrund von Wechselkurseffekten erfolgte. Die niederländische Molkerei FrieslandCampina bot hingegen einen leicht höheren Preis von 40,28 Euro an.

Marktumfeld und Angebotssituation

Das hohe Milchangebot drückt weiterhin auf die Preise. Die EU-Milchanlieferungen stiegen seit Jahresbeginn um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders in Deutschland und den Niederlanden gab es ein starkes Wachstum. Eine Hitzewelle im Juli führte jedoch zu einem vorübergehenden Rückgang der Anlieferungen. Zwar zogen die Butterpreise leicht an, doch reichten diese nicht aus, um eine nachhaltige Erholung der Auszahlungspreise zu bewirken.