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EU-Maisimporte steigen um 40 Prozent – USA größter Lieferant

Die Europäische Union hat seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2026/27 deutlich mehr Mais eingeführt als im Vorjahr. Nach vorläufigen Angaben der Europäischen Kommission erreichten die Importe vom 1. Juli bis zum 18. Oktober insgesamt 6,64 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Anstieg um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als 4,74 Millionen Tonnen importiert wurden.

Auch das Vergleichsniveau des Wirtschaftsjahres 2024/25 wurde übertroffen. Damals hatte die EU in den ersten 16 Wochen rund 6,28 Millionen Tonnen Mais aus Drittländern bezogen. Die aktuellen Einfuhren liegen damit um 5,8 Prozent höher.

USA verdreifachen Maislieferungen in die EU

Besonders stark legten die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten zu. Mit 2,94 Millionen Tonnen und einem Marktanteil von 44,3 Prozent sind die USA inzwischen der größte Maislieferant der Europäischen Union. Im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres hatten die amerikanischen Exporte lediglich 893.350 Tonnen erreicht. Damit hat sich die Liefermenge innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht.

Auch die Ukraine konnte ihre Maisexporte in die EU erheblich steigern. Bis Mitte Oktober wurden 1,62 Millionen Tonnen ukrainischer Mais eingeführt, nachdem es ein Jahr zuvor 770.980 Tonnen gewesen waren. Das entspricht einer Steigerung auf mehr als das Doppelte. Der Anteil der Ukraine an den gesamten EU-Maisimporten erhöhte sich von 16,3 auf 24,4 Prozent.

Brasilien verliert deutlich an Marktanteilen

Während die USA und die Ukraine ihre Liefermengen ausbauten, gingen die Maisexporte Brasiliens in die EU zurück. Mit 1,82 Millionen Tonnen lagen sie um 33,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2,74 Millionen Tonnen.

Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang beim Marktanteil. Dieser sank von 57,7 auf 27,4 Prozent. Brasilien bleibt damit zwar der zweitgrößte Maislieferant der EU, liegt inzwischen jedoch deutlich hinter den Vereinigten Staaten.

Rückläufig waren ebenfalls die Einfuhren aus Kanada. Sie verringerten sich von 230.800 auf 149.150 Tonnen. Der kanadische Anteil an den europäischen Maisimporten sank dadurch von 4,9 auf 2,2 Prozent.

Die bisherigen Handelszahlen zeigen eine deutliche Verschiebung der Lieferantenstruktur. Während Brasilien zu Beginn des vergangenen Wirtschaftsjahres den europäischen Importmarkt dominierte, entfällt inzwischen der größte Teil der Maisimporte auf die USA. Zusammen decken die Vereinigten Staaten und die Ukraine bereits mehr als zwei Drittel der bisherigen EU-Maiseinfuhren ab.

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