Die russischen Agrarbetriebe verfügen Anfang Oktober 2026 über deutlich weniger Sonnenblumenkerne als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des staatlichen Statistikamtes Rosstat lagen die Bestände zum 1. Oktober bei 1,65 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei Getreide und Hülsenfrüchten blieben die Vorräte dagegen insgesamt stabil.
Auch die gesamten Ölsaatenbestände sind gesunken. Rosstat beziffert sie auf 5,5 Millionen Tonnen, knapp 9,8 Prozent weniger als Anfang Oktober 2025. Der Rückgang bei Sonnenblumenkernen fiel damit mehr als doppelt so stark aus wie bei den Ölsaaten insgesamt.
Weizenbestände bleiben bei 29,9 Millionen Tonnen
Die russischen Landwirtschaftsunternehmen lagerten zum Stichtag insgesamt 42,7 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte. Damit entsprach die Menge dem Vorjahresniveau.
Den größten Anteil daran hatte Weizen. Die Bestände erreichten 29,9 Millionen Tonnen und blieben gegenüber dem 1. Oktober 2025 nahezu unverändert.
Bei Mais meldet Rosstat hingegen einen Zuwachs. Die Vorräte stiegen innerhalb eines Jahres um 11,8 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen.
Ölsaatenbestände entwickeln sich anders als Getreidevorräte
Die aktuellen Lagerzahlen zeigen unterschiedliche Entwicklungen bei den wichtigsten russischen Agrarrohstoffen. Während die Weizenbestände stabil blieben und bei Mais höhere Mengen verfügbar waren, gingen die Vorräte an Ölsaaten zurück.
Besonders ausgeprägt war der Rückgang bei Sonnenblumenkernen. Mit 1,65 Millionen Tonnen entfielen auf sie rund 30 Prozent der gesamten Ölsaatenbestände in den erfassten Agrarbetrieben.
Die Rosstat-Zahlen beziehen sich auf die Lagerbestände landwirtschaftlicher Unternehmen zum 1. Oktober 2026. Über die Ursachen der Veränderungen, etwa Erntefortschritt, Verarbeitung oder Verkäufe, enthalten die vorliegenden Angaben keine weiteren Informationen.
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