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Arla erweitert FarmAhead-Incentive für nachhaltige Milchproduktion

Die Molkereigenossenschaft Arla hat bekanntgegeben, dass sie ihr Anreizprogramm FarmAhead Incentive erheblich ausweitet. Ziel ist es, die Klimawirkung der Milchproduktion auf den Betrieben weiter zu verringern. Diese Neuerung stellt die bisher umfassendste Überarbeitung des Programms dar, seit es eingeführt wurde.

Erweiterte Handlungsfelder und erhöhte Punktzahl

Das überarbeitete Anreizmodell umfasst sechs neue Handlungsfelder, darunter Grundfutter, Wirtschaftsdünger, Biokraftstoffe, Mineraldünger, Weidegang und Züchtung. Damit soll gewährleistet werden, dass die Landwirte weiterhin Fortschritte erzielen können. Besonders diejenigen Betriebe, die in bestimmten Bereichen bereits die maximale Punktzahl erreicht haben, erhalten nun mehr Spielraum zur Weiterentwicklung.

Ab 2027 wird die maximale Punktzahl von 84 auf 111 erhöht. Parallel dazu steigt der Wert eines Punktes von 0,03 auf 0,04 Cent pro Kilogramm Milch. Diese Änderungen bieten Produzenten aus verschiedenen Betriebsformen und Regionen zusätzliche Möglichkeiten zur Emissionsreduktion und damit auch für finanzielle Vergütungen.

Finanzieller Anreiz für CO₂-Reduktion

Das FarmAhead Incentive Programm basiert darauf, dass teilnehmende Landwirte für ihre Maßnahmen zur CO₂-Reduktion Punkte sammeln können. Diese Punktzahl hat einen direkten Einfluss auf den Milchauszahlungspreis. Der finanzielle Anreiz kann sich dabei auf bis zu 550 Millionen Euro pro Jahr belaufen.

Laut Arla haben die teilnehmenden Betriebe seit 2020 bereits eine Reduktion der absoluten Emissionen aus der Rohmilchproduktion um 1,2 Millionen Tonnen CO₂e erreicht. Diese Erfolge bilden das Fundament für die aktuellen Anpassungen des Programms.

Anpassung an Kundenanforderungen

Da viele Einzelhandelskunden verstärkt messbare Reduktionen in ihren Wertschöpfungsketten fordern, unterstützt das erweiterte Anreizmodell von Arla diesen Trend. Es ermöglicht weiterhin quantifizierbare Fortschritte auf Betriebsebene.

Die Implementierung der Änderungen wird schrittweise erfolgen. Die ersten Auszahlungen basierend auf dem aktualisierten Modell sind ab dem 1. Januar 2027 geplant.