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USDA senkt Prognose für russische Weizenexporte deutlich

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Prognose für die russischen Weizenexporte im Wirtschaftsjahr 2026/27 um 3 Millionen auf 40 Millionen Tonnen reduziert. Gleichzeitig bleiben die Erwartungen für die Ukraine unverändert. Weltweit rechnet das USDA mit einem geringeren Weizenhandel, während die Prognose für die Maisproduktion angehoben wurde.

Nach dem aktuellen USDA-Bericht vom Oktober dürfte die weltweite Weizenernte 822,39 Millionen Tonnen erreichen. Damit liegt die Schätzung nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Deutlicher fällt die Korrektur beim internationalen Weizenhandel aus: Die erwarteten Exporte wurden von 211,77 auf 208,97 Millionen Tonnen gesenkt.

Russland soll 3 Millionen Tonnen weniger Weizen exportieren

Für Russland hält das USDA an seiner Ernteprognose von 88 Millionen Tonnen Weizen fest. Trotz unveränderter Produktion wurde die erwartete Exportmenge von 43 auf 40 Millionen Tonnen zurückgenommen. Das entspricht einem Rückgang um rund 7 Prozent gegenüber der Septemberprognose.

Gleichzeitig erhöhten die Analysten die erwarteten russischen Weizenendbestände um 3 Millionen auf 19,09 Millionen Tonnen.

Für die Ukraine wurden dagegen sämtliche Prognosen bestätigt. Das USDA erwartet weiterhin eine Weizenernte von 26 Millionen Tonnen und Exporte von 12,5 Millionen Tonnen. Die Endbestände werden unverändert auf 6,1 Millionen Tonnen geschätzt.

EU-Weizenernte auf 133 Millionen Tonnen gesenkt

Auch für die Europäische Union korrigierte das USDA seine Ernteerwartungen nach unten. Die prognostizierte Weizenproduktion liegt nun bei 133 Millionen Tonnen und damit 800.000 Tonnen unter der Septemberprognose.

Die erwarteten EU-Weizenexporte bleiben mit 31 Millionen Tonnen unverändert. Dagegen wurden die Endbestände um 510.000 Tonnen auf 13,52 Millionen Tonnen reduziert.

Für Kanada hob das USDA sowohl die Ernte- als auch die Exportprognose um jeweils 500.000 Tonnen an. Erwartet werden nun 36,5 Millionen Tonnen Weizen und Ausfuhren von 30,5 Millionen Tonnen.

Argentinien dürfte nach der neuen Schätzung 16 Millionen Tonnen Weizen exportieren, ebenfalls 500.000 Tonnen mehr als bisher angenommen. Für Australien bleibt die Exportprognose bei 23,5 Millionen Tonnen.

Die weltweiten Weizenendbestände sollen zum Ende des Wirtschaftsjahres 276,04 Millionen Tonnen betragen. Gegenüber September ist das ein Rückgang um 250.000 Tonnen.

Weltweite Maisernte auf fast 1,3 Milliarden Tonnen angehoben

Anders als beim Weizen rechnet das USDA bei Mais mit einer höheren globalen Produktion. Die Ernteprognose für 2026/27 wurde um 2,8 Millionen auf 1.293,75 Millionen Tonnen angehoben.

Die erwarteten weltweiten Maisexporte steigen leicht auf 210,72 Millionen Tonnen. Deutlich stärker fällt die Korrektur bei den Endbeständen aus. Diese sollen nun 280,44 Millionen Tonnen erreichen, rund 8,34 Millionen Tonnen mehr als im September angenommen.

Wesentlichen Anteil an der höheren Produktion haben die USA. Dort erhöhte das USDA die Maisernteprognose von 401,33 auf 407,28 Millionen Tonnen. Gleichzeitig stieg die erwartete Exportmenge auf 83,82 Millionen Tonnen.

Die US-Maisendbestände wurden ebenfalls deutlich nach oben korrigiert und liegen nun bei 46,97 Millionen Tonnen.

USDA bestätigt Maisprognosen für die Ukraine

Für die Ukraine erwartet das USDA weiterhin eine Maisernte von 31,8 Millionen Tonnen. Auch die Exportprognose bleibt mit 22 Millionen Tonnen unverändert.

Lediglich bei den Endbeständen gab es eine leichte Anpassung. Diese wurden von 5,46 auf 5,53 Millionen Tonnen erhöht.

Auch für die beiden südamerikanischen Maisexporteure Brasilien und Argentinien änderten sich die Erwartungen nicht. Brasilien soll 139 Millionen Tonnen Mais ernten und 43 Millionen Tonnen exportieren. Für Argentinien werden eine Produktion von 55 Millionen Tonnen und Ausfuhren von 38 Millionen Tonnen prognostiziert.

In Russland rechnet das USDA unverändert mit einer Maisernte von 16,5 Millionen Tonnen und Exporten von 3,7 Millionen Tonnen.