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Wie viel PS braucht eine Messeregge?

Wie stark muss ein Traktor sein, um eine Messeregge zu betreiben? Eine pauschale PS-Angabe gibt es dafür nicht. Die benötigte Motorleistung hängt von der Arbeitsbreite, der Arbeitstiefe, dem Bodenwiderstand und der Fahrgeschwindigkeit ab. Bei einer Messeregge im Frontanbau kommt ein weiterer Punkt hinzu: Der Schlepper muss die vollständige Maschinenkombination sicher anheben und führen können.

John Deere 9RX 640
Wie viel PS braucht eine Messeregge? Alles über Zugkraftbedarf, Arbeitsbreite, Frontpacker-Gewicht, Fronthydraulik und die richtige Schlepperwahl. John Deere 9RX 640 ©John Deere

Gerade bei Frontpackern kann das Gewicht die Auswahl stärker einschränken als die reine Motorleistung. Deshalb sollten Landwirte vor dem Kauf nicht nur auf die PS-Zahl schauen, sondern auch Hubkraft, Achslasten und Bereifung prüfen.

Wie viel Schlepperleistung benötigt eine Messeregge?

Die Messeregge gehört zu den passiv arbeitenden Bodenbearbeitungsgeräten. Ihre Messer werden durch die Vorwärtsbewegung des Schleppers über den Boden geführt. Ein zusätzlicher Zapfwellenantrieb ist dafür nicht erforderlich.

Der Traktor muss allerdings genügend Zugkraft aufbringen, um die Messer durch die obere Bodenschicht zu bewegen. Wie hoch dieser Widerstand ausfällt, lässt sich nicht allein aus der Arbeitsbreite berechnen.

Auf einem lockeren, bereits bearbeiteten Boden benötigen die Messer meist weniger Kraft als auf einer schweren Fläche mit festen Erdschollen. Auch die Einstellung verändert den Widerstand. Je tiefer die Messer eingreifen, desto mehr Boden wird beansprucht.

Kerner bietet für seinen Frontpacker TORON beispielsweise eine Messeregge mit einem technischen Einstellbereich von 0 bis 10 cm an. Dieser Bereich beschreibt die Verstellmöglichkeiten des Werkzeugs. Eine bestimmte Schlepperleistung lässt sich daraus nicht ableiten.

Bei Frontpackerkombinationen muss zudem berücksichtigt werden, dass die Packerwalze gleichzeitig über den Boden läuft. Sie verursacht zusätzlichen Rollwiderstand, der von der Walzenkonstruktion, dem Gewicht und dem Bodenzustand abhängt.

Warum lässt sich der PS-Bedarf nicht pauschal angeben?

Die Motorleistung ist nur eine von mehreren Größen, die bestimmen, ob ein Traktor mit einer Messeregge arbeiten kann.

Ein Schlepper mit hoher Motorleistung ist nicht automatisch die bessere Wahl, wenn seine Fronthydraulik für die vorgesehene Maschine zu schwach ausgelegt ist. Umgekehrt kann ein leichterer Traktor mit ausreichender Hubkraft ein Frontgerät sicher tragen, dessen Zugkraftbedarf vergleichsweise gering ist.

Vier Faktoren beeinflussen den Leistungsbedarf besonders stark:

Arbeitsbreite: Je breiter die Messeregge ist, desto mehr Werkzeuge greifen gleichzeitig in den Boden ein. Unter sonst gleichen Bedingungen steigt dadurch der gesamte Bearbeitungswiderstand.

Arbeitstiefe: Ein stärkerer Eingriff beansprucht mehr Boden. Das kann den Zugkraftbedarf deutlich erhöhen.

Bodenbeschaffenheit: Schwere, feste oder grobschollige Böden setzen den Messern häufig größeren Widerstand entgegen als gut bearbeitbare Flächen.

Fahrgeschwindigkeit: Mit steigender Geschwindigkeit verändert sich die dynamische Belastung der Werkzeuge. Die für die Bearbeitung erforderliche Leistung kann dadurch zunehmen.

Eine belastbare PS-Empfehlung benötigt deshalb Angaben zur konkreten Maschine und ihren Einsatzbedingungen.

Messeregge mit 2,50 oder 3,00 Metern: Welche Leistung ist nötig?

Messereggen für Frontpacker werden in unterschiedlichen Arbeitsbreiten angeboten. Kerner führt beim TORON Ausführungen mit 2,50, 3,00 und 3,50 m. Fliegl bietet Messereggen für seine Profiwalze unter anderem mit 2,60 und 3,00 m Breite an.
Mit der Arbeitsbreite nimmt grundsätzlich auch die Zahl beziehungsweise die gesamte Eingriffsbreite der Werkzeuge zu. Das kann den Zugkraftbedarf erhöhen.
Allerdings wäre es falsch, aus der Breite unmittelbar eine bestimmte PS-Zahl abzuleiten.

Eine 3,00 m breite Messeregge, die nur geringfügig in einen lockeren Oberboden eingreift, kann weniger Zugkraft benötigen als eine schmalere Maschine, die unter schwierigen Bedingungen wesentlich intensiver arbeitet.

Auch die Packerwalze verändert die Rechnung. Eine schwere Walze auf einem nachgiebigen Boden erzeugt einen anderen Rollwiderstand als dieselbe Maschine auf einer tragfähigen Fläche. Für die Schlepperauswahl müssen daher Arbeitsbreite, Werkzeugausstattung und das Gewicht der gesamten Kombination betrachtet werden.

Welche Rolle spielt das Gewicht des Frontpackers?

Messereggen werden häufig als Vorsatzwerkzeug eines Frontpackers eingesetzt. Das Gewicht der Messeregge allein sagt deshalb wenig über die Anforderungen an den Traktor aus.

Ein Beispiel liefert der Kerner TORON. Der Hersteller nennt für die unterschiedlichen Arbeitsbreiten ungefähre Gewichte der Grundmaschinen von einer bis 1,35 Tonnen. Hinzu kommen je nach Konfiguration das Vorwerkzeug und weitere Ausstattungen. Die tatsächliche Masse der vollständigen Kombination kann somit höher liegen.

Bei Fliegl wird die Messeregge mit 2,60 m Breite als separates Zubehör für die Profiwalze angeboten. Laut Hersteller wiegt das Messerwerkzeug 200 kg. Die passende Profiwalze muss zusätzlich berücksichtigt werden.

Für die praktische Planung ergeben sich folgende Unterschiede:

Gerät oder AusführungHerstellerangabeBedeutung für die Schlepperwahl
Kerner TORON 250Grundmaschine etwa 1.000 kgGewicht des Vorwerkzeugs und mögliche Zusatzausstattung berücksichtigen
Kerner TORON 300Grundmaschine etwa 1.200 kgVollständiges Gewicht der Frontkombination ermitteln
Kerner TORON 350Grundmaschine etwa 1.350 kgHöhere Anforderungen an Fronthydraulik und Achslast möglich
Fliegl Messeregge 2,60 mMesserwerkzeug 200 kgGewicht der zugehörigen Profiwalze kommt hinzu

Die Gewichtsangaben sind keine Aussagen über die erforderliche Motorleistung. Sie zeigen vielmehr, warum die Tragfähigkeit der Fronthydraulik bei solchen Maschinen besonders sorgfältig geprüft werden muss.

Motorleistung, Zugkraft und Hubkraft: Was ist der Unterschied?

Diese drei Größen werden bei der Schlepperwahl häufig miteinander vermischt. Sie beschreiben jedoch unterschiedliche Eigenschaften.

Motorleistung in PS oder kW

Die Motorleistung gibt an, welche mechanische Leistung der Motor bereitstellen kann. Sie wird in Kilowatt oder Pferdestärken angegeben.

Für die Bodenbearbeitung ist entscheidend, welcher Anteil dieser Leistung tatsächlich für die Zug- beziehungsweise Schubarbeit zur Verfügung steht.

Ein Teil der Motorleistung wird unter anderem für den Fahrantrieb, Nebenaggregate und mechanische Verluste benötigt.

Zugkraft am Boden

Die Zugkraft beschreibt die Kraft, mit der der Traktor den Widerstand des Arbeitsgeräts überwindet.
Bei einer im Frontanbau geschobenen Messeregge handelt es sich technisch um eine Schubkraft. Für die Leistungsbetrachtung ist jedoch ebenfalls die Kraft in Fahrtrichtung maßgeblich.

Wie viel davon auf den Boden übertragen werden kann, hängt unter anderem von der Bereifung, dem Fahrzeuggewicht, der Gewichtsverteilung und dem Schlupf ab.

Hubkraft der Fronthydraulik

Die Hubkraft beschreibt, welche Last das Fronthubwerk unter den festgelegten Messbedingungen anheben kann. Sie wird üblicherweise in Kilogramm oder Kilonewton angegeben. Wichtig ist dabei, an welchem Punkt die Hubkraft gemessen wird.

Ein Gerät, dessen Schwerpunkt weit vor den Unterlenker-Fanghaken liegt, belastet die Hydraulik stärker als eine kompakte Last gleicher Masse. Deshalb reicht es nicht, das Maschinengewicht einfach mit der maximalen Hubkraft im Traktorprospekt zu vergleichen.

Wie viel Hubkraft braucht die Fronthydraulik?

Die Fronthydraulik muss den Frontpacker einschließlich Messeregge und weiterer Ausstattung sicher anheben können.

Ein Beispiel: Wiegt die vollständige Frontkombination 1.400 kg, bedeutet das nicht automatisch, dass eine nominelle Hubkraft von 1.400 kg ausreicht. Der Abstand des Gerätes zum Traktor spielt eine Rolle. Je weiter der Schwerpunkt vor den Anbaupunkten liegt, desto größer ist die Belastung durch den Hebelarm. Hinzu kommen die Anforderungen beim Anheben und Absenken sowie die konkrete Konstruktion des Fronthubwerks.
Die Herstellerangabe zur Hubkraft sollte deshalb immer zusammen mit dem angegebenen Messpunkt betrachtet werden. Neben der Fronthydraulik sind die zulässige Vorderachslast, die Gesamtmasse des Schleppers und die Tragfähigkeit der Reifen zu prüfen.

Ein Schlepper kann ein Frontgerät hydraulisch anheben und trotzdem hinsichtlich der Achslasten ungeeignet sein.

Wie beeinflusst die Messeregge die Vorderachslast?

Ein schweres Frontgerät belastet die Vorderachse nicht nur mit seiner eigenen Masse. Durch seine Position vor der Achse entsteht ein Hebeleffekt. Je größer der Abstand zwischen Geräteschwerpunkt und Vorderachse ist, desto stärker kann die Vorderachse zusätzlich belastet werden. Gleichzeitig wird die Hinterachse teilweise entlastet.

Die DLG erläutert diesen Zusammenhang in ihrem Merkblatt zur Optimierung der Traktion. Bei einer Kombination mit einem schweren Heckgerät wirkt die Gewichtsverlagerung in die andere Richtung: Das Heckgerät erhöht die Hinterachslast und kann die Vorderachse entlasten. Eine Messeregge mit Frontpacker kann daher zugleich als Frontballast wirken. Allerdings darf die Ballastierung nicht nach Gefühl erfolgen. Besonders bei schweren Saatbettkombinationen muss die tatsächliche Achslastverteilung berechnet oder durch Wiegen kontrolliert werden. Die zulässigen Werte des Traktors dürfen dabei nicht überschritten werden.

Messeregge vorne, Sämaschine hinten: Reicht die Schlepperleistung?

Bei einer Front-Heck-Kombination muss der Traktor zwei Maschinen gleichzeitig bewegen und betreiben. Vorne bearbeitet die Messeregge mit Packerwalze die Bodenoberfläche. Hinten folgt beispielsweise eine Drillmaschine oder eine Kreiselegge mit Sämaschine.

Die Leistungsanforderungen beider Geräte addieren sich nicht einfach anhand ihrer Gewichte. Vielmehr entstehen unterschiedliche Belastungen:

  • Die Messeregge benötigt Kraft zur Bodenbearbeitung.
  • Die Packerwalze verursacht Rollwiderstand.
  • Eine Heckmaschine kann zusätzliche Zugkraft beanspruchen.
  • Bei einer aktiv angetriebenen Kreiselegge kommt der Leistungsbedarf über die Zapfwelle hinzu.

Besonders bei einer Kreiselegge-Sämaschinen-Kombination kann der hintere Arbeitsgang einen erheblichen Teil der verfügbaren Motorleistung benötigen. Auch die Hydraulik muss ausreichend dimensioniert sein, um beide Geräte bedienen und ausheben zu können.

Für die Schlepperwahl sollte daher nicht allein die Messeregge betrachtet werden. Maßgeblich ist die gesamte Maschinenkombination unter den vorgesehenen Bodenbedingungen.

Technische Fragen zu Anbau, Gewichtsverteilung und Kombinationen mit Sämaschinen behandelt der Artikel Messeregge im Frontanbau: Kombinationen und Einsatz.

Wie verändert die Arbeitstiefe den Leistungsbedarf?

Ein tieferer Werkzeugeingriff vergrößert in der Regel den Bearbeitungswiderstand. Die Messer müssen mehr Boden beanspruchen. Besonders auf schweren, festen Flächen kann der Zugkraftbedarf dadurch steigen. Für die Saatbettbereitung ist jedoch keine möglichst große Arbeitstiefe erforderlich. Die Messeregge soll hauptsächlich vorhandene Schollen zerkleinern und die Oberfläche einebnen.

Ein unnötig tiefer Eingriff kann mehr Erde bewegen, als für das Bearbeitungsziel nötig ist. Das erhöht den Energiebedarf und kann bei ungünstiger Bodenfeuchtigkeit die Krümelung verschlechtern. Beim Kerner TORON reicht der technische Verstellbereich des Vorwerkzeugs von 0 bis 10 cm. Daraus folgt nicht, dass die Messeregge im Feld möglichst tief arbeiten sollte. Die geeignete Einstellung richtet sich nach dem vorhandenen Schollenbild und der Beschaffenheit des Bodens.

Eine ausführliche Anleitung bietet der Artikel Welche Arbeitstiefe ist bei der Messeregge sinnvoll?.

Welchen Einfluss hat die Fahrgeschwindigkeit auf den PS-Bedarf?

Bei gleicher Zug- beziehungsweise Schubkraft steigt die erforderliche mechanische Leistung mit der Fahrgeschwindigkeit.

Der Zusammenhang lässt sich vereinfacht berechnen:

Leistung (kW) = Kraft (kN) × Geschwindigkeit (km/h) ÷ 3,6

Bei einer angenommenen Bearbeitungskraft von 10 kN ergeben sich beispielsweise folgende Werte:

FahrgeschwindigkeitRechnerische Leistung für die Bearbeitungskraft
6 km/h16,7 kW
8 km/h22,2 kW
10 km/h27,8 kW
12 km/h33,3 kW

Die Tabelle ist ein Rechenbeispiel. Die angenommene Kraft von 10 kN ist kein gemessener Zugkraftbedarf einer bestimmten Messeregge.

Die Werte entsprechen auch nicht der notwendigen Motorleistung des Traktors. Verluste im Antriebsstrang, Rollwiderstände und weitere Verbraucher bleiben bei dieser vereinfachten Rechnung unberücksichtigt.

In der Praxis verändert sich zudem die Bearbeitungskraft mit der Geschwindigkeit. Deshalb steigt der Leistungsbedarf nicht zwingend linear.

Eine höhere Fahrgeschwindigkeit kann die Flächenleistung verbessern, führt aber nicht automatisch zu wirtschaftlicherem Arbeiten.

Welche Bedeutung haben Bereifung und Reifendruck?

Ein Teil der verfügbaren Motorleistung geht verloren, wenn die Reifen auf dem Feld übermäßig durchdrehen oder tiefe Spuren bilden. Die Bereifung beeinflusst daher, wie effizient der Traktor die benötigten Kräfte auf den Boden übertragen kann. Ein an die Radlast und Fahrgeschwindigkeit angepasster Reifenfülldruck kann die Aufstandsfläche vergrößern und den Schlupf verringern.

Die DLG beschreibt im Merkblatt 502, dass eine größere Reifenaufstandsfläche auf dem Acker die Spurbildung reduzieren und die Kraftübertragung verbessern kann. Das ist auch bei der Messeregge von Bedeutung. Denn ein schwerer Frontpacker erhöht die Radlast auf der Vorderachse. Der Reifenfülldruck muss deshalb zur vollständigen Maschinenkombination passen. Angaben des Reifenherstellers zur zulässigen Last und Geschwindigkeit sind einzuhalten. Zu geringer Luftdruck kann insbesondere bei Straßenfahrten und hohen Geschwindigkeiten Schäden am Reifen verursachen.

Braucht eine Messeregge auf schweren Böden mehr PS?

Schwere Böden können einen höheren Bearbeitungswiderstand verursachen, besonders wenn große und feste Erdschollen vorhanden sind. Die Messer treffen dann auf größere mechanische Widerstände. Je nach Werkzeugstellung und Eingriffstiefe nimmt die erforderliche Kraft zu. Allerdings ist die Bodenfeuchtigkeit mindestens ebenso wichtig wie die Bodenart.

Auf sehr feuchten, tonhaltigen Flächen kann die Messeregge die Erde verschmieren, statt Schollen zu zerkleinern. Mehr Motorleistung löst dieses Problem nicht. Stark ausgetrocknete Schollen können wiederum so fest sein, dass selbst eine leistungsfähige Kombination kein zufriedenstellendes Saatbett herstellt. In beiden Fällen sollte zuerst die Bearbeitbarkeit beurteilt werden.

Bei schwierigen Böden ist es häufig sinnvoller, den Arbeitszeitpunkt oder die Werkzeugeinstellung anzupassen, statt einen stärkeren Schlepper einzusetzen.

Wie lässt sich der Kraftstoffverbrauch reduzieren?

Der Kraftstoffbedarf einer Messereggenkombination hängt vom Leistungsbedarf und der benötigten Arbeitszeit ab. Eine möglichst hohe Arbeitsgeschwindigkeit ist dafür nicht zwangsläufig günstig. Wer die Messer zu tief einstellt, bewegt mehr Boden und erhöht den Widerstand. Auch ein ungeeigneter Reifendruck kann den Verbrauch durch Schlupf und zusätzlichen Rollwiderstand steigern. Für einen wirtschaftlichen Einsatz sind daher mehrere Maßnahmen sinnvoll.

Die Arbeitstiefe sollte auf das notwendige Maß begrenzt bleiben. Gleichzeitig muss die Fahrgeschwindigkeit so gewählt werden, dass die Maschine ruhig arbeitet und die gewünschte Krümelung erreicht. Eine passende Ballastierung und korrekt eingestellte Reifen helfen, die vorhandene Motorleistung effizient zu nutzen.

Auch die Zahl der Überfahrten beeinflusst die Wirtschaftlichkeit. Lässt sich die Saatbettbereitung im Frontanbau mit der Aussaat verbinden, kann ein zusätzlicher Arbeitsgang entfallen. Die Einsparung muss allerdings gegen das höhere Gesamtgewicht und den zusätzlichen Leistungsbedarf der kombinierten Maschinen gerechnet werden.

Welcher Traktor passt zu einer Messeregge?

Vor dem Kauf sollte zunächst feststehen, welches Gerät tatsächlich eingesetzt werden soll. Eine separat angebotene Messeregge für eine vorhandene Bodenwalze stellt andere Anforderungen als eine vollständige, schwere Frontpackerkombination.

Für die Auswahl sind folgende Angaben erforderlich:

PrüfkriteriumWas kontrolliert werden muss
MotorleistungReicht die verfügbare Leistung für alle gleichzeitig betriebenen Geräte?
FronthydraulikKann sie die vollständige Maschine bei ihrer tatsächlichen Schwerpunktlage anheben?
VorderachslastBleibt die Belastung innerhalb der zulässigen Werte?
Zulässiges GesamtgewichtIst die vollständige Traktor-Geräte-Kombination innerhalb der zulässigen Grenzen?
ReifenSind Tragfähigkeit und Luftdruck für die Radlasten geeignet?
ArbeitsbreitePasst sie zum vorgesehenen Verfahren und zu einer möglichen Heckmaschine?
BodenverhältnisseWelche Bearbeitungsintensität wird im Betrieb benötigt?

Bei einer bereits vorhandenen Frontpackerkombination empfiehlt sich die Prüfung der vollständigen technischen Daten des Herstellers.

Bei einer Neuanschaffung sollte der Händler möglichst eine auf den konkreten Traktortyp abgestimmte Eignungsprüfung vornehmen.

Eine allgemeine Mindestleistung in PS wäre ohne diese Angaben nicht zuverlässig.

Quellen