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Russlands harte Haltung treibt Weizenpreise während Raps sinkt

In der vergangenen Woche zeigten sich die Agrarmärkte von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Besonders der Weizenmarkt stand im Fokus, nachdem Russland sich entschlossen gegen Vorschläge zur Aussetzung von Angriffen auf Energieanlagen und den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer positioniert hat. Diese Haltung stützte den Weizen-Future Dez26 an der Euronext, der am Freitag mit einem Plus von 2,50 Euro bei 241,50 Euro je Tonne schloss. Insgesamt stieg der Kurs in dieser Woche um 2 %. An der CBoT hingegen blieb der Weizenkontrakt nahezu unverändert bei 6,83 US-Dollar je Bushel, was etwa 224 Euro je Tonne entspricht. Auf Wochensicht verzeichnete er jedoch einen Rückgang von 2,88 %.

Die Lage auf dem Ölsaatenmarkt wurde durch eine Erhöhung der Prognose für Kanadas Raps-Endbestände belastet. Der Rapskontrakt Nov26 fiel an der Euronext um 1,50 Euro auf 536,75 Euro je Tonne und damit um insgesamt 2,05 % in dieser Woche. Auch die Sojabohne verzeichnete an der CBoT einen Rückgang um 5,75 Cent auf 12,78 US-Dollar je Bushel oder rund 418 Euro je Tonne. Für diese Entwicklung ist nicht nur die Ernte in Kanada verantwortlich, sondern auch die hohe Augustverarbeitung in Argentinien sowie die Rekordernte in Brasilien.

Maismarkt unter Druck

Der Maismarkt bleibt unter Druck aufgrund eines erheblichen Exportrückstands. Trotz eines leichten Anstiegs des Mais-Kontrakts Nov26 an der Euronext um 2,50 Euro auf 269,00 Euro je Tonne ergibt sich ein Wochenminus von 0,74 %. In Chicago fiel der Dez26-Kontrakt um 4,50 US-Cent auf 497,75 US-Cent je Bushel (rund 175 Euro je Tonne), was einem Verlust von 5,77 % in dieser Woche entspricht. Die Verkaufsverpflichtungen aus den USA liegen mit 18,8 Millionen Tonnen deutlich unter dem Vorjahresniveau und erreichen nur einen Bruchteil der USDA-Prognose.

Vor dem wichtigen USDA-Bericht am kommenden Freitag steht die Frage nach den Erträgen im Vordergrund. StoneX hat den geschätzten US-Ertrag auf 182,1 Bushel pro Acre gesenkt und prognostiziert eine Produktion von insgesamt 16,115 Milliarden Bushel – immer noch über den vom USDA im September geschätzten 15,80 Milliarden Bushel.

Steigende Rohstoffwerte im Milchsektor

Am Milchmarkt zeigen sich unterschiedliche Trends. Während Oktober-Magermilchpulver stabil bei etwa 3.395 Euro pro Tonne steht, verlor Oktober-Butter leicht um etwa 0,6 %, was einem Rückgang um 25 Euro pro Tonne entspricht. Gleichzeitig vermeldete das ife-Institut für September einen Kieler Rohstoffwert von 42,6 Cent pro Kilogramm – ein Anstieg um fast vier Cent gegenüber August und erstmals seit elf Monaten wieder über der Marke von 40 Cent.

Im Kassamarkt stiegen die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität zwischenzeitlich um bis zu 60 Euro und bewegen sich nun zwischen etwa 3.250 und 3.330 Euro pro Tonne.