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Weizenpreise fallen weiter: Exportprobleme und Konflikte belasten Markt

Die Preise für Weizen sind in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen gefallen. Am Donnerstag tendierten sie im laufenden Handel weitgehend stabil. Hintergrund dieser Entwicklung sind die angespannten globalen Märkte, die durch die anhaltenden Konflikte zwischen Russland und der Ukraine beeinträchtigt werden, was insbesondere die Exportkapazitäten beider Länder betrifft.

Preisentwicklung an der Euronext

An der Euronext verzeichnete der Weizenkontrakt mit Fälligkeit im Dezember 2026 am Donnerstag bei 244,50 €/t einen leichten Rückgang um 0,25 €/t. Am Vortag war ein deutlicherer Rückgang um 3 Euro zu beobachten gewesen. Der März 2027-Kontrakt legte hingegen leicht um 0,50 €/t auf 245 €/t zu, nachdem er am Mittwoch um 1,75 Euro gesunken war.

Die geopolitische Lage im Schwarzmeerraum hat das Risiko erhöht, dass Anbauflächen für die Ernte 2027 eingeschränkt werden könnten. Getreidehändler wägen derzeit die Auswirkungen der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Konflikts ab. Jüngste Angriffe der Ukraine auf russische Hafenanlagen haben die Sorge um weitere Handelsstörungen im Schwarzen Meer verstärkt.

Sorge um den Maismarkt

Auch der Maismarkt zeigt Anzeichen von Unsicherheit. Die Preise für Euronext-Mais zur Lieferung im November 2027 stiegen am Donnerstag um 0,50 €/t auf 265,50 €/t. Zuvor hatte es eine Abwärtskorrektur von einem Euro gegeben. Die laufende Ernte in Europa enttäuscht mit sehr geringen Erträgen.

In den USA hat das USDA den Anteil der Maisbestände in der Kategorie „gut bis ausgezeichnet“ auf 56 % herabgestuft, verglichen mit 68 % im Vorjahr. Trotz eines raschen Erntebeginns spiegelt diese Bewertung den Verlust des Ertragspotenzials wider. Die Sojabohnenbestände blieben unverändert bei einer Bewertung von 58 % „gut bis ausgezeichnet“.

Ausblick und politische Faktoren

Die bevorstehende Veröffentlichung des monatlichen USDA-Berichts wird von Marktteilnehmern aufmerksam beobachtet. Zudem sorgten jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für Gewinnmitnahmen seitens Fonds und Händler.

Trotz aller Unsicherheiten bleiben die Märkte angesichts der Lage im Schwarzmeerraum und den Herausforderungen bei der Maisproduktion in den USA volatil. Händler richten sich zunehmend auf andere Lieferanten aus Europa aus, insbesondere aus Frankreich sowie aus Häfen in Bulgarien und Rumänien.