Die Heizölpreise zeigen nach einem deutlichen Anstieg in den letzten Tagen erste Anzeichen einer Stabilisierung. Zum Wochenschluss könnten die Preise um bis zu einen halben Cent pro Liter sinken, obwohl die Versorgungslage durch geopolitische Spannungen weiterhin angespannt bleibt. Besonders die Niedrigwasserstände in Flüssen verteuern den Transport von Heizöl und Diesel.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Internationale Ölpreisentwicklung
An den internationalen Märkten sind die Ölpreise nach einem kräftigen Anstieg am Vortag wieder gefallen. Diese Entwicklung setzt sich auch im asiatisch geprägten Handel fort, was voraussichtlich zu einem leichten Rückgang der Heizöl-Notierungen führen wird. Aktuell notieren die September-Kontrakte der Nordseesorte Brent bei 87,30 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im August kostet derzeit 1.272 Dollar. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar leicht an Wert gewonnen und wird bei etwa 1,15 Dollar gehandelt.
Geopolitische Spannungen beeinträchtigen Versorgung
Trotz der Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten, der nun auch Saudi-Arabien und den Irak erfasst hat, sowie eines Angriffs auf einen Flüssiggastanker in Ägypten, ist eine leichte Entspannung bei den Rohölpreisen zu beobachten. Marktteilnehmer führen dies darauf zurück, dass wieder mehr Schiffe durch die Straße von Hormus fahren und der saudische Ölexport nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist.
Gleichzeitig gibt es jedoch auch negative Entwicklungen: Das CPC-Schwarzmeer-Terminal musste den Betrieb erneut unterbrechen, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff einen Tanker getroffen hatte. Zusätzlich wurde eine große Raffinerie in Perm durch eine Drohne angegriffen, was die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärft hat. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass sich die Verknappung von Kraftstoff weiter zuspitzt.
Wechselkursbeeinflussung durch Konjunkturdaten
Am Devisenmarkt konnte der Euro gegenüber dem US-Dollar zulegen. Dies ist auf schwache US-Konjunkturdaten zurückzuführen sowie auf eine stärker als erwartete Inflation in der EU im Juli, die eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank wahrscheinlicher macht.
Seitwärtstrend bei Heizölpreisen setzt sich fort
Trotz eines starken Anstiegs der Rohölpreise sind die Notierungen für Heizöl über den Tag hinweg wieder zurückgegangen. Insgesamt zeigt sich ein seit rund zwei Wochen bestehender Seitwärtstrend auf dem Markt. Der abgelaufene Monat endete mit sehr schwachen Umsätzen und verstärkt damit Befürchtungen vor einer möglichen Versorgungskrise im Herbst.
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