Der Kieler Rohstoffwert Milch, ein Indikator für den Preis von Rohmilch ab Hof, hat im Juni 2026 einen Rückgang um 4,8 % verzeichnet und liegt nun bei 35,7 Cent je Kilogramm. Diese Entwicklung wird hauptsächlich durch unterschiedliche Preisbewegungen bei Magermilchpulver und Butter bestimmt. Während die Preise für Magermilchpulver deutlich gesunken sind, konnten die Butterpreise leicht zulegen.
Preisveränderungen bei Milchprodukten
Die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) berichtet, dass der Rückgang des Kieler Rohstoffwerts maßgeblich durch die fallenden Preise für Magermilchpulver beeinflusst wurde. Im Gegensatz dazu gab es bei den Butterpreisen eine moderate Erhöhung. Konkret sanken die Preise für Magermilchpulver um 7,2 %, während die Butterpreise um 1,3 % stiegen.
Im Durchschnitt bedeutete dies einen Rückgang der Magermilchpulverpreise um 20,0 Euro pro 100 kg, was zu einem neuen Preis von 258,6 Euro pro 100 kg führte. Die Butterpreise hingegen erhöhten sich im Schnitt um 5,4 Euro pro 100 kg, sodass sie nun bei 406,3 Euro pro 100 kg liegen.
Längerfristige Entwicklung und Vergleich zum Vorjahr
Blickt man auf die längerfristige Entwicklung zurück, wird das Ausmaß des Rückgangs noch deutlicher. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Juni 2025 ist der ife-Rohstoffwert Milch um insgesamt 14,1 Cent je Kilogramm beziehungsweise 28,3 % gesunken. Das ife Institut für Ernährungswirtschaft Kiel berechnet diesen Wert anhand der Marktpreise für Butter und Magermilchpulver.
Der festgelegte Wert bezieht sich auf eine standardisierte Rohmilch ab Hof mit einem Fettgehalt von 4,0 % und einem Eiweißgehalt von 3,4 %, ohne Mehrwertsteuer. Diese Entwicklungen werfen Fragen zur Stabilität der Märkte für Milcherzeugnisse auf und könnten sowohl Erzeuger als auch Verbraucher betreffen.
- Kieler Rohstoffwert Milch: Ein wichtiger Indikator für Milcherzeugerpreise.
- ZMB-Bericht: Deutliche Unterschiede in der Preisentwicklung von Magermilchpulver und Butter.
- Längerfristiger Trend: Deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Preisschwankungen auf die Produktionsentscheidungen der Landwirte auswirken werden. Die Herausforderungen in der Milchproduktion sind vielfältig und erfordern eine sorgfältige Beobachtung der Markttrends sowie der politischen Rahmenbedingungen.
