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Weltweite Milchanlieferung steigt 2026 trotz saisonaler Rückgänge

Aktuelle Berichte zeigen, dass die Milcherzeugung weltweit weiterhin ansteigt. Laut der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) liefern nicht nur deutsche Milchproduzenten mehr Milch an die Molkereien, sondern auch international verzeichnen Länder wie die Niederlande, Polen und die USA eine Zunahme der Milchproduktion im Vergleich zum Jahr 2025. Allerdings ist der Unterschied zu den Vorjahren in den letzten Monaten leicht zurückgegangen.

Niederlande: Produktion bleibt hoch

Trotz eines saisonalen Rückgangs im Mai 2026, bei dem die niederländische Milchanlieferung auf 1,25 Millionen Tonnen sank, lag die Menge dennoch um 3,6 % über der des Vorjahres. Dies stellt die geringste Wachstumsrate innerhalb dieses Jahres dar, nachdem im April noch ein Anstieg von 4,0 % gemeldet wurde. Insgesamt haben niederländische Landwirte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 durchschnittlich 5,0 % mehr Milch produziert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Polens stabiler Wachstumstrend

Auch Polen setzt seinen langfristigen Trend zur Erhöhung der Milcherzeugung fort. Im Mai erreichten polnische Landwirte eine Anlieferungsmenge von 1,26 Millionen Tonnen Milch, was einer Steigerung von 2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Insgesamt stieg die produzierte Menge von Januar bis Mai um 3,1 %, sodass insgesamt 6,02 Millionen Tonnen erreicht wurden.

USA: Anstieg durch größere Herden

In den Vereinigten Staaten erzielten Farmer im Mai 2026 eine Produktion von 9,3 Millionen Tonnen Milch und übertrafen damit das Vorjahresniveau um 2,3 %. Von Januar bis Mai stieg die Gesamtproduktion auf 45 Millionen Tonnen – ein Anstieg von 2,8 % verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist unter anderem auf den gestiegenen Milchkuhbestand zurückzuführen: Im Mai wurden insgesamt 9,67 Millionen Milchkühe gezählt, was einem Plus von 184.000 Tieren gegenüber dem Mai des Vorjahres entspricht.

Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh erhöhte sich ebenfalls leicht auf 965,3 Kilogramm im Mai – ein Plus von 0,4 % oder 3,6 Kilogramm gegenüber dem Vorjahr. Kalifornien bleibt mit einem Anteil von 17,7 % Spitzenreiter in der US-Milchproduktion zwischen Januar und Mai 2026. Es folgen Wisconsin mit 14 %, Texas mit 8 %, Idaho mit 7,7 % und New York mit 7 %. Diese fünf Bundesstaaten zusammen sind für 54,4 % der gesamten US-Milchproduktion verantwortlich.