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Bayern startet 2026 neue Antragsrunde für Tierwohlprogramm BayProTier

Ab Juni 2026 öffnet Bayern erneut die Antragsphase für das Tierwohlprogramm „BayProTier“. Mit diesem Schritt setzt der Freistaat seine Bemühungen fort, die Haltungsbedingungen für Sauen, Ferkel, Mastschweine sowie Mast- und Aufzuchtrinder zu verbessern. Die Antragstellung erfolgt über das Online-Serviceportal iBALIS.

Anforderungen an Antragsteller

Für Erstantragsteller und diejenigen, die bereits 2023 Anträge gestellt haben, gibt es spezifische Voraussetzungen: Ab einer beantragten Fördersumme von mehr als 5.000 Euro ist eine betriebliche Stellungnahme erforderlich, die in iBALIS hochgeladen werden muss. Ökologisch wirtschaftende Betriebe sind von dieser Regelung ausgenommen. Neue Antragsteller müssen zudem über eine Zertifizierung in einem der beiden Qualitätssysteme „Geprüfte Qualität Bayern“ oder „Bayerisches Biosiegel“ verfügen.

Förderbeträge und Stufen

Die Förderung bei BayProTier differenziert zwischen Komfort- und Premiumstufen für die Bereiche Deck-, Warte- und Abferkelställe in der Sauenhaltung sowie in der Ferkelaufzucht. Für Mastschweine und Rinder wird ausschließlich die Premiumstufe angeboten. Der Fördersatz beträgt dabei beispielsweise 70 Euro pro Mastschweineplatz und 220 Euro pro Rinder-GV (Großvieheinheit).

Zuwendungen und Prioritäten

Im Förderzeitraum 2025/26 stellt Bayern rund 15,6 Millionen Euro zur Verfügung, die auf insgesamt 1.214 landwirtschaftliche Betriebe verteilt werden sollen. Dies bedeutet einen Anstieg um etwa 320 Betriebe und zusätzliche 3,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das Programm unterstützt damit die tierwohlgerechte Haltung von etwa 25.000 Sauen, rund 35.500 Ferkeln, knapp 73.500 Mastschweinen und gut 65.000 Rindern.

Bedeutung des Programms

Laut Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat das Tierwohl weiterhin höchste Priorität für Bayern. Das Programm zielt darauf ab, die laufenden Mehrkosten moderner Tierwohlställe auszugleichen und wird von den Landwirten positiv aufgenommen. Kaniber betont die Bedeutung verlässlicher Partner in der Landwirtschaft.

Langfristige Planungssicherheit gefordert

Trotz finanzieller Herausforderungen setzt Bayern sein Engagement für den Umbau der Tierhaltung fort. Ministerin Kaniber fordert vom Bund klare Rahmenbedingungen: Für genehmigte Stallbauten soll ein Bestandsschutz von mindestens 20 Jahren gewährleistet werden, um Investitionen von mehreren hunderttausend bis zu Millionen Euro abzusichern und den Betrieben Planungssicherheit zu bieten.