Die Landwirtschaft in Großbritannien hat sich als die gefährlichste Branche des Landes etabliert, mit einem deutlichen Anstieg der Todesfälle im letzten Jahr. Nach Angaben des Fachmagazins Farming UK kamen von April 2025 bis April 2026 insgesamt 33 Menschen bei landwirtschaftlichen Unfällen ums Leben, während es im Vorjahr noch 23 waren. Diese Zunahme hat zu erneuten Sicherheitswarnungen geführt, wobei Branchenführer die Situation als alarmierend bezeichnen.
Sicherheitsprobleme in der britischen Landwirtschaft
Trotz des geringen Anteils von nur 1 % an der Erwerbsbevölkerung, ist die Landwirtschaft für etwa 20 % der tödlichen Arbeitsunfälle in Großbritannien verantwortlich. Die Unfallrate ist schätzungsweise 22 Mal höher als in anderen Sektoren. Das Magazin berichtet von Fällen, bei denen Landwirte durch zusammenbrechende Anhänger oder bei Reparaturarbeiten an Viehtoren ums Leben kamen.
Laut der britischen Gesundheits- und Sicherheitsbehörde sind Fahrzeuge die häufigste Ursache für Todesfälle und machen rund 30 % der Fälle aus. Weitere Ursachen sind Maschinenunfälle, Angriffe durch Nutztiere sowie Stürze aus Höhen. Besonders ältere und allein arbeitende Landwirte sind gefährdet, da Hilfe oft zu spät kommt.
Vergleich mit Deutschland und den USA
Im Gegensatz dazu gilt der Beruf des Landwirts in Deutschland nicht als einer der gefährlichsten. Hier führen Berufe wie Gerüstbauer und Dachdecker die Liste an. In den USA rangiert die Landwirtschaft auf Platz zehn der gefährlichsten Berufe, hinter Holzfällern und Fischern.
Trotz Bemühungen um Aufklärung und Sicherheit bleibt die landwirtschaftliche Arbeit in Großbritannien ein großes Risikofeld. Es wird erwartet, dass weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards ergriffen werden müssen, um diese besorgniserregenden Zahlen zu reduzieren.
