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Notfallzulassungen 2026: Diese Insektizide schützen Kartoffeln

Die Bekämpfung von Schädlingen in Kartoffeln ist ein zentrales Thema für Landwirte, die mit einer Vielzahl von Bedrohungen durch Insekten konfrontiert sind. Für das Jahr 2026 wurden spezielle Notfallzulassungen für Pflanzenschutzmittel herausgegeben, um auf akute Schädlingsprobleme reagieren zu können. Diese Zulassungen betreffen insbesondere Mittel gegen die Schilf-Glasflügelzikade, Blattläuse und verschiedene Käferarten.

Effektive Maßnahmen gegen die Schilf-Glasflügelzikade

Die Schilf-Glasflügelzikade gilt als ein bedeutender Überträger von Bakterienkrankheiten in Kartoffeln. Um diesem Vektor entgegenzuwirken, sind seit Mai bis Ende August 2026 mehrere Pflanzenschutzmittel in Deutschland zugelassen. Dazu gehören unter anderem Produkte mit den Wirkstoffen Flupyradifurone und Deltamethrin, die gezielt zur Bekämpfung dieser Zikadenart eingesetzt werden dürfen.

Blattläuse als Virusüberträger

Blattläuse stellen eine weitere Bedrohung dar, da sie Viren auf Kartoffelpflanzen übertragen können. Für diese Insekten wurden ebenfalls Notfallzulassungen erteilt. Zu den erlaubten Mitteln zählen Präparate mit Acetamiprid und Cyantraniliprole, die von Mai bis September 2026 eingesetzt werden dürfen, um Virusinfektionen zu verhindern.

Schnellkäfer und Kartoffelkäfer im Fokus

Auch Schnellkäfer und deren Larven sowie der Kartoffelkäfer stehen im Zentrum der Bekämpfungsmaßnahmen. Der Drahtwurm, das Larvenstadium des Schnellkäfers, kann erhebliche Schäden anrichten. Bis Ende Juni 2026 sind deshalb Mittel wie Tefluthrin zugelassen. Im Biolandbau ist zudem der Einsatz von Bacillus thuringiensis gegen den Kartoffelkäfer gestattet.

Krankheitssymptome bei Kartoffeln erkennen

Landwirte sollten aufmerksam auf mögliche Symptome achten, die durch Schädlingsbefall verursacht werden können. Beispielsweise kann das Rollen der Blätter oder eine Gelbfärbung auf eine Infektion hindeuten. Auch das Auftreten von Geiztrieben oder Luftknollen kann Hinweise auf Krankheitserreger geben, die durch Zikaden übertragen werden.

Die gezielte Anwendung der zugelassenen Pflanzenschutzmittel und das frühzeitige Erkennen von Symptomen sind entscheidende Schritte zur Sicherung der Ernteerträge in der Kartoffelproduktion.