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Eisheilige 2026: Frostgefahr bedroht Ernten in deutschen Regionen

In der zweiten Maihälfte 2026 wird Deutschland von den Eisheiligen heimgesucht, die für Landwirte in verschiedenen Regionen Frostgefahr mit sich bringen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem drastischen Temperaturabfall, da polare Meeresluft in das Land einströmt. Dies wirft die Frage auf, ob es bei kühlen Temperaturen bleibt oder ob Nachtfröste zu erwarten sind.

Wetterextreme im Norden

Norddeutschland erlebt kühles und wechselhaftes Wetter, das durch polare Meeresluft bedingt wird. Die Temperaturen schwanken zwischen 10 und 15 Grad am Tag, wobei der Oberharz mit etwa 5 Grad deutlich kälter bleibt. Nachts fallen die Temperaturen auf 4 bis 8 Grad, stellenweise sogar bis auf 2 Grad im Binnenland von Niedersachsen. Vor allem am Mittwoch und Donnerstag ist mit häufigem Regen und Schauern zu rechnen. Im Oberharz besteht zudem die Gefahr von Schneematschglätte.

Süddeutschland besonders gefährdet

Süddeutsche Landwirte müssen sich auf erhebliche Frostgefahr einstellen. In den Niederungen erreichen Tageshöchstwerte nur 7 bis 15 Grad, während sie im Bergland bei rund 8 Grad verharren. Besonders kritisch sind die Nächte zum Mittwoch, wenn die Temperaturen auf -2 bis 4 Grad fallen könnten, was Frost in Bodennähe nach sich zieht. Die Region muss mit Regen, Schauern und Gewittern rechnen; ab Freitag kann es in Oberschwaben und im Allgäu zu länger anhaltenden Niederschlägen kommen.

Westdeutschlands Hochlagen bedroht

In Westdeutschland liegen Tageshöchsttemperaturen zwischen 10 und 15 Grad, in höheren Lagen jedoch nur bei etwa 7 bis 8 Grad. Nachts können die Temperaturen auf -2 bis 8 Grad absinken. Besonders gefährdet sind die Hochlagen des Sauerlands, der Eifel und des Hunsrücks mit drohendem Bodenfrost. Schauer oder kurze Gewitter prägen das Wetterbild; am Dienstagmorgen könnte im Sauerland sogar etwas Neuschnee fallen.

Kühle Nächte im Osten

Ostdeutschland sieht sich ebenfalls kühleren Bedingungen ausgesetzt: Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 8 bis 13 Grad, während es im Bergland noch frischer ist. Nachts sinken die Temperaturen verbreitet auf 3 bis -1 Grad. Sachsen-Anhalt verzeichnet dabei starke Temperaturschwankungen von bis zu zehn Grad. Wiederkehrende Schauer und lokale Gewitter dominieren das Wettergeschehen, wobei in den höchsten Lagen Schneedeckenbildung möglich ist.

Auswirkungen auf die Landwirtschaft

Die niedrigen Temperaturen sind insbesondere für Mais problematisch, der Wärme für ein gutes Wachstum benötigt. Auch Weizen könnte betroffen sein; hier stehen baldige Wachstumsregleranwendungen an, deren Verträglichkeit durch große Temperaturschwankungen beeinträchtigt werden kann. Landwirte sollten daher ihre Maßnahmen den Witterungsbedingungen anpassen.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)