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Brasiliens Schweineproduktion 2025 auf Rekordhoch dank Exportschub

Brasilien hat im Jahr 2025 mit der Verarbeitung von insgesamt 60,69 Millionen Schweinen einen neuen Rekord in der Schweinehaltung aufgestellt. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und markiert den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997. Die Hauptfaktoren für diesen Anstieg sind die gestiegene Exportnachfrage sowie gesunkene Produktionskosten, insbesondere bei Futtermitteln. Die brasilianische Schweinefleischindustrie hat damit ihre Rolle als bedeutender Wachstumsmotor in der Agrarwirtschaft weiter gefestigt.

Zentrum der Produktion bleibt im Süden

Die Schweinehaltung Brasiliens ist weiterhin stark im Süden des Landes konzentriert. Der Bundesstaat Santa Catarina führt mit einem Anteil von 28,2 Prozent die nationale Produktion an, gefolgt von Paraná mit 21,2 Prozent und Rio Grande do Sul mit 17,9 Prozent. Diese drei Regionen dominieren die brasilianische Schweinefleischproduktion deutlich.

Exportmärkte als Wachstumstreiber

Der internationale Markt zeigt ebenfalls eine positive Entwicklung. Allein auf die Philippinen entfielen 2025 ganze 25,8 Prozent der brasilianischen Schweinefleischexporte. Diese starke Nachfrage aus dem Ausland trägt zur Stabilisierung der Preise bei und bietet zusätzliche Anreize für die Produktion.

Rekordzahlen in Brasiliens Tierhaltung

Nicht nur der Schweinesektor verzeichnete Wachstum; auch die gesamte Nutztierhaltung Brasiliens erreichte neue Höchststände. So stiegen beispielsweise die Rinderschlachtungen um 8,2 Prozent auf insgesamt 42,94 Millionen Tiere. Bemerkenswert ist dabei der hohe Anteil weiblicher Tiere von 46,8 Prozent. Produktionssteigerungen wurden in nahezu allen Bundesstaaten beobachtet, besonders stark in São Paulo, Pará und Rondônia. Auch die Lederproduktion erreichte mit 44,03 Millionen Häuten ein Rekordniveau.

Globaler Vergleich der Schlachtzahlen

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen bleibt Brasilien im globalen Vergleich hinter anderen Nationen zurück. So schlachtete Deutschland im gleichen Jahr 44,9 Millionen Schweine, was mehr als zwei Drittel des brasilianischen Volumens entspricht. Die Europäische Union verzeichnete laut ISN insgesamt 207,7 Millionen geschlachtete Schweine. China führt den globalen Markt an: Mit 720 Millionen Tieren, also rund 60 Millionen pro Monat, übertrifft China das Jahresvolumen Brasiliens um ein Vielfaches.

Daten basierend auf Informationen von 3tres3, ISN und Statista.