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BASF-Agrarsparte 2026: Umsatz- und Ergebniseinbußen im ersten Quartal

Das Jahr 2026 begann für die Agrarsparte der BASF mit einem Rückgang in Umsatz und Ergebnis. Im ersten Quartal verzeichnete der Bereich Agricultural Solutions ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,078 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Rückgang durch Währungseffekte

Auch das EBITDA vor Sondereinflüssen, welches bei 1,102 Milliarden Euro lag, verzeichnete einen Rückgang um 8,5 Prozent. Der Umsatz der Agrarsparte erreichte 3,104 Milliarden Euro, was ein Minus von 3,1 Prozent bedeutet. Laut BASF sind diese Rückgänge hauptsächlich auf ungünstige Währungseffekte zurückzuführen.

Regionale Unterschiede im Verkaufserfolg

Trotz der allgemeinen Einbußen lief das Geschäft in Europa recht positiv. Hier konnte durch erhöhte Absatzmengen ein leichter Zuwachs bei den Einnahmen erzielt werden. Dies stand jedoch negativen Währungseinflüssen in der Türkei und der Ukraine entgegen. In Nordamerika führte eine deutlich negative Währungsentwicklung des US-Dollars zu einem Umsatzrückgang. Dennoch konnten gestiegene Nachfrage und vorgezogene Verkäufe den Absatz leicht erhöhen.

Die Regionen Südamerika, Afrika und Naher Osten waren ebenfalls von Rückgängen betroffen. In Afrika sanken die Mengen deutlich, während in Südamerika niedrigere Preise durch höhere Verkäufe bei Saatgutbehandlungen und Pflanzenschutzmitteln ausgeglichen wurden. Auch im Asien-Pazifik-Raum sank der Umsatz erheblich aufgrund ungünstiger Wechselkurse, obwohl leichte Absatzsteigerungen in Südkorea und Indien einen Teil des Verlustes abfederten.

Prognose bleibt stabil

Für den gesamten Konzern betrug der Umsatz im ersten Quartal 2025 insgesamt 16,020 Milliarden Euro, was einen leichten Rückgang von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das EBITDA hingegen stieg um 5,6 Prozent auf 2,186 Milliarden Euro an. Das EBITDA vor Sondereinflüssen fiel jedoch um 5,6 Prozent auf 2,356 Milliarden Euro.

BASF hält an ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest und erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2025 hatte sich das Agrargeschäft noch positiv entwickelt: Zusammen mit dem Bereich Surface Technologies war es eines der wenigen Segmente mit Gewinnsteigerungen. Damals stieg das EBITDA von Agricultural Solutions um 16,1 Prozent gegenüber 2024 auf insgesamt 1,9 Milliarden Euro an; allerdings ging der Umsatz um 2,2 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zurück.