Die landwirtschaftlichen Märkte zeigen derzeit ein gemischtes Bild: Während Weizen an der Euronext einen kleinen Gewinn verzeichnete, bleiben die Preise für Ölsaaten und Mais von Unsicherheiten geprägt. Besonders die steigenden Düngemittelpreise könnten Landwirte in den USA dazu bewegen, ihre Anbauflächen neu zu planen.
Weizenmärkte mit leichtem Auftrieb
Am Mittwoch legte der Weizenpreis an der Euronext zum zweiten Mal in Folge zu, wobei der Frontmonat Mai um 0,75 € auf 204 €/t stieg. Auch an der CBoT erzielte der Mai 2026 einen Zuwachs von 7,75 Cent auf 5,98 US-$/bu (190 €/t). Diese Entwicklung wird durch stabile Exportpreise in Russland und der Ukraine sowie steigende US-Kurse und einen schwächeren Euro unterstützt. Dennoch dämpfen positive Ernteaussichten in Europa den weiteren Anstieg.
Ölsaaten unter Druck
Die Preise für Raps an der Euronext zeigten am Mittwoch ein uneinheitliches Bild. Der Frontmonat Mai fiel um 1,25 € auf 499,25 €/t, während neue Ernteverträge Gewinne zwischen 1,00 und 2,75 € verzeichneten. Die Sojabohnenpreise an der CBoT konnten hingegen aufgrund von Hoffnungen auf weitere chinesische Käufe zulegen. In diesem Kontext kündigte das Weiße Haus an, dass Präsident Trump Mitte Mai zu Gesprächen mit Chinas Präsident Xi nach Peking reisen wird.
Spekulationen bei Maisanbauflächen
Maisfutures schlossen in den USA am Mittwoch höher, wobei der Frontmonat Mai um 4,75 Cent auf 4,67 US-$/bu (159 €/t) stieg. Gleichzeitig zeigten sich die Preise an der Euronext uneinheitlich mit einem leichten Rückgang des Juni-Kontrakts um 0,50 € auf 208,50 €/t. Händler vermuten, dass Landwirte in den USA möglicherweise weniger Mais pflanzen werden aufgrund der stark gestiegenen Düngemittelpreise. Eine ähnliche Entwicklung könnte sich auch in Frankreich abzeichnen.
Kartoffelmarkt bleibt stabil
Der Terminmarkt für Kartoffeln zeigt sich unverändert ruhig. Trotz eines niedrigen Preises von 2,30 €/dt im April26 und stabilen Preisen von 18,50 €/dt im Juni26 findet derzeit kein Handel statt. Die großen Angebotsmengen am Kassamarkt und fehlende Anzeichen für Erholung prägen das aktuelle Marktgeschehen.
Milchprodukte: Unterschiedliche Entwicklungen
An der EEX gaben die Kurse für Magermilchpulver nach starken Zuwächsen zuletzt nach und schlossen am Mittwoch bei 2.875 €/t – ein Rückgang um 16 € gegenüber dem letzten Freitag. Auch Butter wurde schwächer gehandelt und fiel um 25 € auf 4.450 €/t seit vergangenem Freitag. Dennoch kann sich Butter dank guter Nachfrage vor Ostern am Kassamarkt behaupten. Zudem bleibt Magermilchpulver aus der EU auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig.
Umrechnungskurs: Ein Euro entspricht aktuell 1,1592 USD.
