Anzeige
 

Sojamarkt: USDA berichtet über gestiegene Endbestände

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in seinem neuesten Bericht die Prognosen für die weltweiten Endbestände an Soja nach oben korrigiert. Nun wird ein Anstieg um 1,06 Millionen Tonnen auf 122,5 Millionen Tonnen erwartet, was die Markterwartungen übersteigt.

Insbesondere in Brasilien wurde ein Anstieg der Sojabestände um 0,8 Millionen Tonnen auf 32,3 Millionen Tonnen verzeichnet, während auch in der Europäischen Union ein Zuwachs von 0,7 Millionen Tonnen auf 1,98 Millionen Tonnen festgestellt wurde. Dagegen wurden die Prognosen für Argentinien um 0,3 Millionen Tonnen auf 24,6 Millionen Tonnen und für die USA um 0,1 Millionen Tonnen auf 10,2 Millionen Tonnen nach unten angepasst.

Das weltweite Verbrauchsniveau von Soja für die laufende Saison wurde um 1,5 Millionen Tonnen auf 410,7 Millionen Tonnen erhöht. In Brasilien stieg die erwartete Verarbeitungsmenge um 1 Million Tonnen auf 61,1 Millionen Tonnen, in Argentinien um 0,5 Millionen Tonnen auf 50,1 Millionen Tonnen und in den USA um 0,2 Millionen Tonnen auf 50,9 Millionen Tonnen.

Die globale Produktion von Sojaöl für das Wirtschaftsjahr 2024/25 wurde ebenfalls nach oben korrigiert und wird nun auf 68,7 Millionen Tonnen geschätzt. Brasilien trug mit einer Steigerung von 0,4 Millionen Tonnen auf 11,6 Millionen Tonnen den größten Teil bei, gefolgt von Argentinien mit einem Plus von 0,1 Millionen Tonnen auf 8,5 Millionen Tonnen und den USA mit einem Anstieg von 0,05 Millionen Tonnen auf 13,06 Millionen Tonnen. Der Export von Sojaöl wurde um 0,4 Millionen Tonnen auf 13,8 Millionen Tonnen erhöht, hauptsächlich durch die USA, während die Endbestände um 0,2 Millionen Tonnen auf 5,8 Millionen Tonnen reduziert wurden.

Die Weltproduktion von Sojaschrot stieg um 1,7 Millionen Tonnen auf 278,6 Millionen Tonnen. Die Exportprognosen wurden um 1,9 Millionen Tonnen auf 79,8 Millionen Tonnen angehoben und der Verbrauch um 1,4 Millionen Tonnen auf 271,8 Millionen Tonnen. In Brasilien erhöhten sich Produktion und Export von Sojaschrot um jeweils 0,9 Millionen Tonnen bzw. 1 Million Tonnen, während in Argentinien beide Werte um jeweils 0,5 Millionen Tonnen stiegen.

Die Produktionsprognosen für Soja blieben nahezu unverändert mit 118,8 Millionen Tonnen für die USA, 169 Millionen Tonnen für Brasilien und 49 Millionen Tonnen für Argentinien. Der weltweite Exportprognosewert wurde auf 182,1 Millionen Tonnen angehoben. Die Exportprognosen für Kanada wurden um 0,3 Millionen Tonnen auf 5,3 Millionen Tonnen erhöht, während die Prognosen für die Ukraine um den gleichen Betrag auf ebenfalls 5,3 Millionen Tonnen gesenkt wurden.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Schweinepreise steigen weiter: Knappes Angebot treibt Notierungen an

Schweinepreise steigen weiter an: Die aktuelle Marktlage zeigt eine anhaltende Aufwärtsbewegung bei den Preisen für Schlachtschweine. Aufgrund des begrenzten Lebendangebots, das die...

Düngerpreise explodieren: Welche Länder jetzt die Versorgung sichern

Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten und die daraus resultierende faktische Blockade der Straße von Hormus haben zu einem deutlichen Anstieg der...

Kuhschlachtungen in Deutschland auf Rekordtief trotz sinkender Milchpreise

Im Januar 2026 wurden in Deutschland weniger Kühe geschlachtet als im gleichen Monat des Vorjahres, obwohl die Milchpreise gesunken sind. Diese Entwicklung...

Nahost-Konflikt treibt Rapspreise auf 500 €: Auswirkungen für Landwirte

Die jüngsten politischen Spannungen im Nahen Osten haben den Rapspreis erneut in die Nähe von 500 Euro pro Tonne gebracht. Diese Entwicklungen...

Kartoffelmarkt unter Druck: Überangebot lässt Preise abstürzen

Der europäische Kartoffelmarkt steht vor einer tiefen Krise, die insbesondere die Verarbeitungskartoffeln betrifft. Experten schätzen, dass in den vier größten Anbauländern -...