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Wolfsangriff in Bentheim: Kreis erlaubt Abschuss von zwei Wölfen

Ein jüngster Wolfsangriff in der Region Grafschaft Bentheim hat zu erheblichen Schäden in einer Schafherde geführt. Insgesamt wurden 60 Schafe getötet und rund 100 weitere verletzt, als Wölfe am 1. und 2. Mai im Dalum-Wietmarscher Moor zuschlugen.

Kreisverwaltung reagiert mit Abschusserlaubnis

Angesichts dieser Vorfälle hat die Kreisverwaltung nach intensiven Beratungen und unter Einbeziehung verschiedener Interessengruppen eine Abschusserlaubnis für zwei Wölfe erteilt. Diese Maßnahme soll bis zum 15. Juni umgesetzt werden und ist auf ein begrenztes Gebiet beschränkt. Es bleibt unklar, wie viele Wölfe tatsächlich involviert waren, doch die Verantwortlichen hoffen, dass der Abschuss eine abschreckende Wirkung auf andere Wölfe in der Gegend haben wird.

Abwägung von Interessen

Laut den Grafschafter Nachrichten wurde die Entscheidung unter Berücksichtigung von Artenschutz-, Herdenschutz- und Naturschutzinteressen getroffen. Dabei folgte der Landkreis einer Empfehlung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, das beratend zur Seite stand.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Entscheidungsbefugnis über den Abschuss eines Wolfes liegt, unter bestimmten Bedingungen, beim Landkreis. Diese Regelung basiert auf einer Änderung des Bundesjagdgesetzes, die Anfang April in Kraft trat, sowie auf einem entsprechenden Leitfaden des Landes Niedersachsen.

  • 60 tote Schafe
  • 100 verletzte Schafe
  • Abschusserlaubnis bis 15. Juni
  • Beteiligung unklarer Anzahl von Wölfen
  • Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium als beratende Instanz

Die Gemeinde hofft durch diese Maßnahmen eine Balance zwischen dem Schutz der lokalen Landwirtschaft und dem Erhalt der Wolfspopulation zu finden. Die komplexen Herausforderungen des Zusammenlebens von Mensch und Wildtier bleiben jedoch bestehen.