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Weltweite Milchproduktion steigt 2026 voraussichtlich um 2,2 Prozent

Die weltweite Milchproduktion dürfte 2026 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. Das geht aus der jüngsten Prognose der irischen Molkereigenossenschaft Ornua hervor. Gleichzeitig entwickelt sich die Nachfrage nach Milchprodukten besser als erwartet. Die internationalen Molkereiexporte liegen im bisherigen Jahresverlauf rund 9 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die aktuellen Zahlen zeigen eine stärkere Entwicklung des globalen Milchmarktes als noch zu Jahresbeginn angenommen. Im Januar hatte Ornua für 2026 lediglich ein Produktionswachstum von 1 Prozent prognostiziert.

EU-Milcherzeugung trotz Trockenheit gestiegen

In der Europäischen Union entwickelte sich die Milchanlieferung zuletzt besser als zunächst erwartet. Besonders Deutschland und Frankreich trugen dazu bei, dass die Produktion trotz der Trockenheit in mehreren Regionen vergleichsweise stabil blieb.

Deutschland verzeichnete im Juli einen Anstieg der Milchanlieferung um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den Niederlanden erhöhte sich die angelieferte Milchmenge um 2,6 Prozent. Frankreich meldete dagegen einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent.

Deutlich stärker wirkte sich die Trockenheit auf die irische Milcherzeugung aus. Dort sank die Milchmenge im Juni um 3,4 Prozent und im Juli um weitere 2,2 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.

Ornua hatte die Wachstumsprognose für die europäische Milchproduktion im September auf 1,7 Prozent angehoben. Allerdings könnte sich das trockene Wetter mit Verzögerung auf die Milchanlieferungen auswirken.

USA und Neuseeland stützen das globale Milchaufkommen

Neben Europa tragen die USA und Neuseeland zur steigenden Milchproduktion bei. Beide Länder verzeichneten zuletzt hohe Milchmengen und dürften damit einen Teil der wetterbedingten Produktionsausfälle in anderen Regionen ausgleichen.

Nach Einschätzung von Ornua könnte das erwartete Wetterphänomen El Niño die Milchproduktion allerdings in den kommenden Monaten beeinflussen. Die Auswirkungen ungünstiger Witterungsbedingungen könnten sich teilweise erst Anfang 2027 vollständig in den Produktionszahlen zeigen.

Nachfrage nach Milchprodukten übertrifft Erwartungen

Parallel zur steigenden Erzeugung hat sich auch der internationale Handel mit Milchprodukten belebt. Nach Angaben von Ornua liegen die weltweiten Molkereiexporte seit Jahresbeginn etwa 9 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Auch bei den Preisen für Milchprodukte zeigte sich zuletzt eine Erholung. Laut dem aktuellen Marktbericht stiegen die Preise in allen betrachteten Produktgruppen gegenüber dem Vormonat. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Käse und Magermilchpulver aus.

Trotz der verbesserten Nachfrage bleibt Ornua bei den weiteren Preisaussichten zurückhaltend. Die hohen Milchmengen aus wichtigen Exportländern und die verhaltene Verbraucherstimmung begrenzen nach Einschätzung der Genossenschaft das Potenzial für größere Preissteigerungen.

Quellen: