Die Neustrukturierung im Landmaschinenhandel bringt bedeutende Veränderungen für die Traktorenmarken Case IH und Steyr in der Region nördliches Westfalen und südliches Niedersachsen mit sich. Ab sofort wird die D. Lankhorst & Co. GmbH das Neumaschinengeschäft für diese Marken übernehmen, während Kotte Landtechnik aus Rieste seine Rolle als Vertriebspartner aufgibt.
Veränderungen im Händlernetzwerk
Der Wechsel der Vertriebsverantwortung hin zu Lankhorst bedeutet für Kotte Landtechnik eine wesentliche Umstellung. Das traditionsreiche Unternehmen, das seit 1952 im Handel mit neuen und gebrauchten Landmaschinen tätig ist, zieht sich aus dem Verkauf von Case IH und Steyr zurück. Kotte bleibt jedoch weiterhin ein zentraler Ansprechpartner für den Servicebereich, der aus einer eigenen Werkstatt und einem Ersatzteillager besteht.
Laut Dr. Stefan Kotte von Kotte Landtechnik und Hendrik Oudehinkel von Lankhorst soll die neue Aufgabenverteilung keine Unterbrechung, sondern eine verstärkte Zusammenarbeit darstellen. Für viele landwirtschaftliche Betriebe sind Kontinuität und Zuverlässigkeit im Service entscheidend, da Ausfallzeiten hohe Kosten verursachen können.
Lankhorsts erweiterte Vertriebsrolle
Seit dem 1. Februar 2026 ist Lankhorst offizieller Vertriebspartner der CNH-Marken Case IH, New Holland und Steyr. Mit einem umfassenden Standortnetzwerk, einschließlich Lankhorst Nord, stärkt das Unternehmen nun seine Präsenz in der Region weiter. Die Übernahme der Vertriebsverantwortung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung des Herstellers CNH, die auf eine zukunftsfähige Händlerstruktur abzielt.
Dr. Felix Schier von CNH Deutschland betont, dass die neue Struktur eine starke Kombination aus Vertrieb und Service sicherstellt. Ziel sei es, den Kunden in der Region weiterhin professionelle Betreuung durch erfahrene Ansprechpartner zu bieten.
Kottes Fokus auf Service
Mit über 130 Jahren Firmengeschichte steht Kotte Landtechnik vor einem Wendepunkt: Während das Unternehmen in der Vergangenheit sowohl den Verkauf als auch den Service abgedeckt hat, liegt der Schwerpunkt künftig auf letzterem. Diese Spezialisierung soll sicherstellen, dass Kunden weiterhin von gewachsenen Beziehungen und kurzen Wegen profitieren können.
Zusammenfassend zeigt sich durch die Umstrukturierung eine klare Arbeitsteilung: Lankhorst übernimmt den Verkauf neuer Maschinen, während Kotte sich um Wartung und Reparatur kümmert. Trotz dieser Veränderungen sollen bestehende Kundenbeziehungen unverändert bleiben, sodass landwirtschaftliche Betriebe auch weiterhin auf ein starkes Netzwerk vertrauen können.
