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Japankäfer in Hessen: Behörden ergreifen strenge Maßnahmen

In Hessen sorgt der Fund des Japankäfers für große Besorgnis, da dieser Schädling offenbar dauerhaft in der Region Fuß gefasst hat. Seit der Entdeckung im August 2025 in Südhessen wurden bereits acht Exemplare im Raum Trebur im Kreis Groß-Gerau gesichtet, was auf eine dauerhafte Ansiedlung hindeutet.

Gefahr für über 400 Pflanzenarten

Der Japankäfer stellt eine erhebliche Bedrohung für die Landwirtschaft dar. Das Insekt ernährt sich von über 400 Pflanzenarten, darunter wichtige Kulturpflanzen wie Weinreben, Mais und Obstbäume. Alle Pflanzenteile wie Blätter, Früchte und Blüten fallen seinem Fraß zum Opfer, was zu erheblichen Ernteausfällen führen kann.

Besonders problematisch sind auch die im Boden lebenden Larven des Käfers, die durch das Anknabbern von Wurzeln ganze Rasenflächen zerstören können. Von Juni bis September ist der Käfer besonders aktiv, mit einem Höhepunkt der Schäden im Juli.

Maßnahmen zur Eindämmung

Um die Ausbreitung des gefährlichen Schädlings zu verhindern, haben die zuständigen Behörden strenge Maßnahmen ergriffen. Bei einem Fund wird umgehend eine Befallszone mit einem Radius von mindestens einem Kilometer eingerichtet, ergänzt durch eine fünf Kilometer breite Pufferzone ohne Befall.

Im Befallsgebiet gelten Maßnahmen wie ein Bewässerungsverbot von Juni bis September, um die Entwicklung der Larven zu unterbinden. Zudem müssen während der Käferflugzeit alle Erntegüter sorgfältig auf den Befall kontrolliert werden. Landwirtschaftliche Betriebe sind verpflichtet, ihre Produktionsflächen zu überwachen und Funde dem Pflanzenschutzdienst zu melden.

Verhinderung der Verbreitung

Um eine Verschleppung des Käfers zu vermeiden, müssen Fahrzeuge und Geräte nach Einsätzen in der Befallszone gründlich gereinigt werden. Der Transport von Erde aus diesen Gebieten ist streng untersagt. Die umfassende Allgemeinverordnung sieht mehr als ein Dutzend solcher Maßnahmen vor.

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, den Japankäfer mit dem Maikäfer zu verwechseln. Der Japankäfer ist jedoch kleiner und zur Zeit nicht oberirdisch aktiv – seine Larven befinden sich noch im Boden.