In Hessen und den betroffenen Regionen Südhessens wird die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) mit Nachdruck fortgesetzt. Seit über zwei Jahren sind die Behörden bemüht, die Seuche einzudämmen. Der letzte bestätigte ASP-Fall wurde im Landkreis Darmstadt-Dieburg am 31. Juli festgestellt, was bedeutet, dass seit mehr als zwei Monaten kein neuer Fall aufgetreten ist.
Vorbereitung auf den nächsten Rückstufungsantrag
Nachdem im Frühjahr 2026 eine erste Teilrückstufung der Sperrzonen erfolgreich umgesetzt wurde, bereiten das Hessische Landwirtschaftsministerium (HMLU) und der Landkreis Groß-Gerau derzeit den nächsten Rückstufungsantrag vor. Dieser soll am 26. Oktober beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat eingereicht werden. Im Anschluss könnte sich die Europäische Kommission im November mit dem Antrag befassen, um weitere Gebiete von den Restriktionen zu befreien.
Laut Staatssekretär Michael Ruhl, Leiter des ASP-Führungsstabs im HMLU, konnten bereits große Teile des bisherigen Kerngebiets Beta zurückgestuft werden. Er betonte jedoch, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche weitergeführt werden müssen, um weiterhin Fortschritte zu erzielen.
Fortschritte in der Seuchenbekämpfung
Der gemeinsame Erfolg von Hessen und Rheinland-Pfalz bei der ersten Teilrückstufung führte zur Aufhebung von Restriktionen in Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises sowie angrenzenden hessischen Flächen. Der Hochtaunuskreis konnte vollständig aus den Sperrzonen herausgenommen werden.
Für eine weitere Rückstufung ist es entscheidend, die Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der ASP konsequent fortzusetzen. Dazu gehören die Suche nach Fallwild, das Monitoring des Wildschweinbestands und die Reduzierung der Schwarzwildpopulation.
Bedeutende Rolle der Jägerschaft
Staatssekretär Ruhl appellierte erneut an die Jägerschaft, sich in den kommenden Wochen weiterhin aktiv an der Bekämpfung der ASP zu beteiligen. Insbesondere kommende Drückjagden sowie Einsätze von Mobilen Entnahme Teams (MET) seien wichtige Bestandteile der Strategie gegen die ASP.
Er dankte den Jägerinnen und Jägern für ihren Einsatz in den letzten zwei Jahren sowie den Veterinärbehörden und Landwirten, deren Engagement maßgeblich zum Fortschritt bei der ASP-Bekämpfung beigetragen hat.
Aktuelle Zahlen zur ASP in Hessen
Seit dem ersten bestätigten Fall vom 15. Juni 2024 wurden insgesamt über 7.000 Wildschweine oder deren Kadaver auf ASP getestet. Von diesen Proben waren 2.340 positiv, wobei sich alle Fälle auf Südhessen konzentrieren (Stand: 15.10.2026). Die konsequente Fortführung dieser Testungen bleibt ein zentraler Bestandteil im Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche.
