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Deutsche Bahn plant Glyphosat-Comeback

Die Deutsche Bahn plant, im kommenden Frühjahr erneut das umstrittene Herbizid Glyphosat einzusetzen, um ihre Gleisanlagen von Vegetation freizuhalten. Diese Entscheidung stößt auf deutliche Kritik des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der sich besorgt über die Auswirkungen auf empfindliche Ökosysteme zeigt.

Rückkehr zu Glyphosat: Beweggründe der Deutschen Bahn

Seit dem Jahr 2023 verzichtet die Deutsche Bahn auf den Einsatz von Glyphosat und nutzt stattdessen Mähmaschinen sowie alternative Wirkstoffe wie Pelargonsäure zur Vegetationskontrolle. Der BUND hatte diesen Schritt positiv aufgenommen. Eine Sprecherin der DB InfraGO erklärte jedoch, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend wirksam seien. Die Kosten für die Vegetationskontrolle seien zudem erheblich gestiegen, von 9 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 60 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Kritik und Forderungen des BUND

Daniela Wannemacher vom BUND kritisiert die geplante Wiederverwendung von Glyphosat als bedenklich für die Umwelt. Der BUND fordert vom Eisenbahn-Bundesamt, eine Genehmigung nur unter strengen Auflagen zu erteilen und dabei sicherzustellen, dass alternative Methoden Vorrang haben. Die Organisation drängt darauf, den Einsatz des Herbizids so restriktiv wie möglich zu gestalten.

Langfristige Herausforderungen für die Bahn

Die Deutsche Bahn steht vor der Herausforderung, ihre Gleisanlagen effektiv und kostengünstig von Bewuchs freizuhalten. Trotz der Kritik an Glyphosat verweist das Unternehmen auf dessen Wirksamkeit und sieht sich mit stark gestiegenen Kosten konfrontiert, was den erneuten Einsatz des Herbizids aus ihrer Sicht notwendig macht.

Während die Diskussion über die Rückkehr zu Glyphosat weitergeht, bleibt unklar, wie das Eisenbahn-Bundesamt auf die Anträge der DB InfraGO reagieren wird. Die kommenden Entscheidungen könnten wegweisend für den zukünftigen Umgang mit Herbiziden in Deutschland sein.