Die landwirtschaftlichen Betriebe in Katalonien stehen unter immensem Druck. Am 14. Oktober zogen Landwirte aus der gesamten Region in einem Protestzug durch Barcelona, um auf die stark gestiegenen Produktionskosten hinzuweisen und Unterstützung von der Regierung zu fordern. Der Marsch wurde von der Gewerkschaft „Unió de Pagesos“ organisiert und erhielt Unterstützung von verschiedenen landwirtschaftlichen Verbänden wie Asaja und FCAC.
Steigende Kosten belasten Bauern
Die Protestierenden äußerten ihre Besorgnis über die ständig wachsenden Preise für Kraftstoffe, Energie, Düngemittel und Tierfutter. Laut „Unió de Pagesos“ verschärfen internationale Konflikte, der Wettbewerb durch importierte Produkte sowie die Auswirkungen des Klimawandels die finanzielle Lage der Landwirte zusätzlich. Diese Faktoren bedrohen nicht nur die Rentabilität einzelner Betriebe, sondern auch die Zukunft der gesamten katalanischen Landwirtschaft.
Besonders kritisch sehen die Landwirte die Schwierigkeiten, ihre Produkte zu Preisen zu verkaufen, die die Produktionskosten decken können. Dies gefährdet nach Ansicht der Gewerkschaft zunehmend die wirtschaftliche Basis vieler Betriebe.
Forderungen nach staatlicher Unterstützung
Um der prekären Situation entgegenzuwirken, fordert „Unió de Pagesos“ unter anderem Direktbeihilfen bis zu 17.000 Euro pro Betrieb, gestaffelt nach deren Größe. Auch eine Reduzierung der Steuerlast für Landwirte sowie Maßnahmen zur Senkung der Agrarkraftstoffkosten stehen auf ihrer Forderungsliste. Zudem wird eine verstärkte Kontrolle importierter Waren gefordert, um unlauteren Wettbewerb zu verhindern.
Die Organisation setzt sich außerdem für einen besseren Schutz landwirtschaftlicher Flächen ein und kritisiert scharf das Fehlen adäquater Antworten seitens der Behörden auf die wirtschaftlichen Herausforderungen des Sektors.
Blick in die Zukunft
Trotz des Drucks auf die Branche ergreifen viele Landwirte Eigeninitiative, um ihre Betriebe zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten. Die Forderungen nach fairen Preisen und staatlicher Unterstützung bleiben jedoch zentral, um die Nachhaltigkeit und Fortführung der katalanischen Landwirtschaft sicherzustellen.
