Seit der Einführung eines neuen Verfahrens für den Umgang mit auffälligen Wölfen in Niedersachsen im Juli, wurden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zwischen Ems und Elbe zwei Wölfe erlegt. Diese Maßnahme wird vom Landvolk Niedersachsen als ein wichtiges Signal gewertet. Der Landesbauernverband lobt die ersten positiven Auswirkungen des Wolfsmanagementplans und fordert eine konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses.
Dringlichkeit einer schnellen Reaktion
Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks, betont die Notwendigkeit einer zügigen und effektiven Reaktion auf Vorfälle mit Wölfen, um die Weidetierhalter zu unterstützen. Er sieht in der bisherigen Strategie einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Landesregierung solle den eingeschlagenen Weg ohne Verzögerung weiterverfolgen, wie er als Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement erklärte.
Überprüfung und Anpassung im Winter
Ehlers drängt darauf, den Wolfsmanagementplan bereits im kommenden Winter kritisch zu überprüfen. Dabei sei es essentiell, zu evaluieren, ob die bisher getroffenen Maßnahmen den gewünschten Erfolg zeigen und in welchen Bereichen Verbesserungen erforderlich sind.
Zudem hebt Ehlers hervor, dass es dringend notwendig sei, die Möglichkeiten des Bundesrechts auszuschöpfen, um wolfsfreie Gebiete auszuweisen. Bis zum Sommer müsse ein konkreter Umsetzungsplan für Niedersachsen entwickelt werden.
Herausforderungen bei der Herdenschutzförderung
Ein weiteres Anliegen des Verbandes ist die zügige Umsetzung der vom Umweltministerium geplanten Verbesserungen beim Herdenschutz. Die versprochene finanzielle Unterstützung für mittelgroße Schafbetriebe sowie Rinder- und Pferdehalter ist noch nicht realisiert worden. Der Verband fordert hier rasches Handeln.
Das Landvolk betont abschließend das Ziel eines dauerhaft funktionierenden Wolfsmanagements, das sowohl den Schutz der Wölfe als auch der Weidetiere sicherstellt. Nur durch einen solchen Ausgleich könne die Weidetierhaltung in Niedersachsen langfristig gesichert werden.
