Der jüngste Anstieg der Preise für Milchprodukte an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) ist vor allem auf die Verteuerung von Milchpulver zurückzuführen. Im Durchschnitt stiegen die Preise um 1,2 % und erreichten 3.928 US-Dollar pro Tonne. Der zugehörige Preisindex kletterte auf 1.177 Punkte, wobei seit Mitte Juli durchgehend – mit einer Ausnahme im September – eine Aufwärtstendenz zu beobachten ist.
Milchpulver als Preistreiber
Besonders auffällig war die Entwicklung bei den verschiedenen Milchpulversorten. Magermilchpulver verzeichnete einen Anstieg um 4,3 %, was einem Preis von 3.847 US-Dollar pro Tonne entspricht. Auch Vollmilchpulver und Buttermilchpulver legten zu, mit Preiserhöhungen von 1,2 % bzw. 0,7 %, was ihre Preise auf 3.605 und 4.123 US-Dollar pro Tonne brachte.
Nicht alle Produkte folgten jedoch diesem Trend. So fielen die Preise für Butter leicht um 0,3 % auf 4.740 US-Dollar pro Tonne, während Cheddar einen Rückgang von 3,7 % auf 3.925 US-Dollar erlebte. Ein noch stärkeres Minus verzeichnete Mozzarella mit einem Preisrückgang von 3,9 %, wodurch der Preis auf 3.833 US-Dollar sank.
Niedrigere Preise für andere Milchprodukte
Laktose erlitt einen signifikanten Preisrückgang um 6,9 %, sodass sie nun bei 1.677 US-Dollar pro Tonne gehandelt wird. Auch Butteröl wurde preiswerter und sank um 1,1 % auf nunmehr 5.683 US-Dollar pro Tonne.
Trotz dieser gemischten Entwicklungen stieg der Durchschnittspreis aller gehandelten Milchprodukte an der GDT-Auktion insgesamt an. Die Menge der verkauften Waren betrug insgesamt 41.692 Tonnen. Diese Auktionen werden alle zwei Wochen durchgeführt und bieten somit regelmäßig Einblicke in die Marktbewegungen.
Laut Analysten spiegeln die unterschiedlichen Preisentwicklungen die aktuelle Marktdynamik wider, wobei insbesondere die Nachfrage nach bestimmten Milchpulversorten eine entscheidende Rolle spielt.
