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Indien senkt Importzölle auf Pflanzenöle, Mais-Ernteprognose sinkt

Die jüngsten Entwicklungen auf den Agrarmärkten sorgen für Schlagzeilen: Während Indien die Importzölle für Pflanzenöle senkt, um die heimischen Preise zu stabilisieren, senkt der europäische Getreidehandelsverband Coceral seine Ernteprognose für Mais in Europa. Gleichzeitig zeigen sich positive Preisbewegungen bei Milchprodukten.

Indien reduziert Zölle auf Pflanzenöle

In einem Versuch, dem hohen Preisniveau entgegenzuwirken, hat Indien beschlossen, die Importzölle für Palmöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl zu senken. Diese Maßnahme soll vor allem die Verbraucher entlasten und ist Teil eines breiteren wirtschaftspolitischen Ansatzes zur Stabilisierung des heimischen Marktes. Währenddessen verzeichneten die Raps-Futures an der Euronext leichte Gewinne, unterstützt durch steigende Canola-Preise in Kanada und höhere Rohölpreise.

Coceral korrigiert Maisprognose nach unten

Der europäische Getreidehandelsverband Coceral hat seine Prognose für die Maisproduktion in der Europäischen Union und Großbritannien drastisch gesenkt. Erwartet wird nun eine Produktion von 48,6 Millionen Tonnen im Jahr 2026, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den vorherigen Schätzungen bedeutet. Besonders betroffen ist Frankreich, wo die Ernte auf nur noch 7,6 Millionen Tonnen geschätzt wird. Diese Anpassung unterstreicht die Herausforderungen in der europäischen Landwirtschaft angesichts wechselnder klimatischer Bedingungen.

Steigende Preise bei Butter und Magermilchpulver

Trotz einer weitgehend stabilen Produktionslage konnten sowohl Butter als auch Magermilchpulver an der EEX Preissteigerungen verzeichnen. Der November-Future für Butter stieg um 30 Euro auf 4.338 Euro pro Tonne, während Magermilchpulver um 52 Euro auf 3.306 Euro pro Tonne zulegte. Ein schwächerer Euro könnte zudem die Exportchancen für europäische Milchprodukte verbessern.

Weizenmärkte unter Druck durch geopolitische Spannungen

Die Weizen-Futures an der Euronext schlossen in Folge diplomatischer Unsicherheiten schwächer. Russland zeigt bisher wenig Interesse an einer Deeskalation am Schwarzen Meer und plant stattdessen eine Umleitung seiner Exporte über alternative Häfen. Diese geopolitische Unsicherheit drückt auf die internationalen Weizenpreise.