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Ukraine steigert Getreideernte 2026 um 10-33% dank größerer Anbauflächen

Die ukrainische Landwirtschaft hat 2026 eine bedeutende Steigerung ihrer Getreideproduktion verzeichnet, was die aktuellen Prognosen der EU-Kommission belegen. Diese positiven Entwicklungen bei Weizen, Körnermais und Wintergerste sind auf größere Anbauflächen und verbesserte Erträge zurückzuführen.

Steigende Erträge und erweiterte Anbauflächen

Nach Angaben der Crop-Monitoring-Agentur MARS wird die ukrainische Weizenernte mit 25 Millionen Tonnen beziffert, was einem Anstieg von 10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei Körnermais wird ein Ertrag von 34,8 Millionen Tonnen erwartet, was einer Steigerung von 13 % gleichkommt. Besonders auffällig ist die Wintergerste mit einem Zuwachs von 33 %, was einer Menge von 3 Millionen Tonnen entspricht.

Die Analyse zeigt, dass die Ausweitung der Anbauflächen ein wesentlicher Faktor für diese Zuwächse ist. Speziell der Weizenanbau hat sich um 3 % vergrößert, während der durchschnittliche Ertrag um 7 % auf 49,4 dt/ha gestiegen ist. Bei Wintergerste nahm das Anbaugebiet um 18 % zu, und die Erträge stiegen um 13 % auf 44,7 dt/ha. Körnermais profitierte ebenfalls von einer Flächenausweitung um 7 %, mit einem Ertragsplus von 5 %, das nun bei 74,5 dt/ha liegt.

Getreideproduktion in besetzten Gebieten

Ein weiterer Aspekt des Berichts betrifft die Getreideernte in Gebieten der Ukraine, die derzeit unter russischer Kontrolle stehen. Hier wurden laut MARS-Bericht beträchtliche Mengen an Weizen (5,6 Millionen Tonnen), Wintergerste (539.000 Tonnen) und Körnermais (372.000 Tonnen) geerntet. Diese Situation hat seit dem Beginn des Krieges im Jahr 2022 für erhebliche Spannungen gesorgt. Die Europäische Union hat angekündigt, verstärkt gegen den illegalen Handel mit diesen Rohstoffen aus den besetzten Gebieten vorzugehen.

Sonnenblumenkerne und Raps: Positive Trends

Auch bei anderen landwirtschaftlichen Produkten zeigt sich ein positiver Trend: Die Ernte von Sonnenblumenkernen beläuft sich auf erwartete 12 Millionen Tonnen, was einer Zunahme von 22 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Rapsernte wird voraussichtlich um 14 % auf insgesamt 3,6 Millionen Tonnen steigen. Im Gegensatz dazu ist die Sojabohnenernte rückläufig und soll um etwa 26 % auf nur noch 3,7 Millionen Tonnen sinken.

Laut Brüsseler Analysten liegen die Durchschnittserträge bei Sonnenblumen bei bemerkenswerten 23,9 dt/ha – ein Anstieg von 18 %. Der Rapsertrag dürfte bei etwa 28,3 dt/ha liegen und damit um rund 6 % höher ausfallen als im Vorjahr. Allerdings wird für Sojabohnen ein Rückgang des Durchschnittsertrags um etwa 4 % auf jetzt noch etwa 23,5 dt/ha erwartet.