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China kauft über 1,1 Mio. Tonnen US-Soja in nur einer Woche

China hat seine Einkäufe von US-Sojabohnen deutlich ausgeweitet. Innerhalb einer Woche sicherte sich das Land mehr als 1,1 Millionen Tonnen der neuen amerikanischen Ernte und war damit mit Abstand der größte Käufer. Das geht aus aktuellen Daten des Foreign Agricultural Service (FAS) des US-Landwirtschaftsministeriums USDA hervor.

In der Woche bis zum 13. August wurden aus den USA insgesamt 1,723 Millionen Tonnen Sojabohnen der Vermarktungssaison 2026/27 verkauft. Rund zwei Drittel davon entfielen allein auf China.

China dominiert die US-Sojaverkäufe

Die chinesischen Käufer bestellten insgesamt 1,131 Millionen Tonnen US-Sojabohnen. Damit erreichte Chinas Anteil an den gesamten Wochenverkäufen rund 66 Prozent.

Ein erheblicher Teil der Menge wurde über ein einzelnes größeres Geschäft vereinbart. Dabei ging es um 641.000 Tonnen Sojabohnen. Aufgrund des Umfangs hatte das USDA diese Transaktion bereits über sein tägliches Meldesystem veröffentlicht.

Neben China traten weitere Abnehmer am US-Sojamarkt auf, allerdings mit deutlich geringeren Mengen. Verkäufe von 222.000 Tonnen gingen an bislang nicht näher bezeichnete Bestimmungsorte. Mexiko kaufte 161.500 Tonnen, Japan 100.000 Tonnen und Venezuela 45.000 Tonnen.

Sojaexporte steigen gegenüber der Vorwoche um 50 Prozent

Auch bei den tatsächlichen Ausfuhren legten die USA deutlich zu. Im Unterschied zu den gemeldeten Verkäufen handelt es sich hierbei um Sojabohnen, die auf Grundlage bereits bestehender Verträge tatsächlich verschifft wurden.

Die wöchentlichen US-Sojaexporte erreichten 405.100 Tonnen. Gegenüber der vorangegangenen Woche entspricht dies einem Anstieg um 50 Prozent. Gleichzeitig lagen die Ausfuhren 15 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen vier Wochen.

Größter Empfänger der tatsächlich verschifften Ware war Mexiko mit 91.300 Tonnen. Dahinter folgten die Niederlande mit 86.300 Tonnen und Japan mit 83.000 Tonnen. Weitere größere Lieferungen gingen nach Ägypten mit 57.700 Tonnen sowie nach Indonesien mit 51.100 Tonnen.

Die hohen chinesischen Bestellungen sind vor allem für den internationalen Sojamarkt von Bedeutung. China zählt zu den weltweit wichtigsten Importeuren der Ölsaat. Größere Einkaufsbewegungen des Landes können deshalb sowohl die Exportaussichten der USA als auch die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt beeinflussen.