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So schützen Sie Hennen vor Hitzestress in Mobilställen im Sommer

Der Sommer hat begonnen und bereits die ersten Hitzerekorde verzeichnet, was auch für Tiere in Mobilställen eine Herausforderung darstellt. Um den Hühnern einen möglichst hohen Komfort zu bieten, ist es essenziell, das Thermometer im Auge zu behalten und die mobilen Ställe, wenn möglich, in schattige Bereiche zu verlagern. Außerdem sollte auf eine gute Belüftung geachtet werden.

Erkennung von Hitzestress bei Hennen

Hitzestress bei Hühnern lässt sich an bestimmten Verhaltensweisen erkennen. Maren Metzke von Stallbau Weiland aus Bad Sooden-Allendorf weist darauf hin, dass Symptome wie Schnabelatmung und das Abspreizen der Flügel erste Anzeichen sind. Auch die Bewegungsfreudigkeit nimmt ab, während der Wasserverbrauch steigt und die Futteraufnahme sinkt. Diese Veränderungen können zu gesundheitlichen Problemen wie nasser Einstreu und verschmutzten Eiern führen.

Sinkende Legeleistungen und abnehmende Eigewichte sind weitere mögliche Folgen des Hitzestresses. Zudem rät Metzke dazu, neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit im Stall zu kontrollieren, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Vermeidung von Überhitzung in Mobilställen

Die Enthalpie, ein Maß für die Wärmeenergie der Luft, kann über die potentielle Wärmebelastung von Geflügel Auskunft geben. Da sich diese Werte täglich ändern können, empfiehlt es sich, regelmäßig aktuelle Prognosen einzusehen. Laut Metzke können höhere Enthalpiewerte durch erhöhte Feuchtigkeit im Stall entstehen, welche durch Atmung der Tiere und deren Kot beeinflusst wird.

Besonders wichtig ist eine effiziente Lüftung in den Nesterbereichen. In den Modellen HüMo BASIS 100 PLUS und HüMo BASIS 225 PLUS lassen sich Stegplatten entfernen, um so den Luftaustausch zu verbessern. Dies kann durch kleine Klötzchen zwischen Nestdeckel und Nestrand unterstützt werden.

Anpassungen bei hohen Temperaturen

An sehr heißen Tagen ist eine gezielte Durchlüftung entscheidend. Hierzu sollten alle verfügbaren Öffnungen genutzt werden; Ventilatoren sollten eingeschaltet bleiben, um die Luftzirkulation zwischen den Tieren zu gewährleisten. Während der kühleren Nachtstunden kann die Temperatur innerhalb des Stalls gesenkt werden, indem Gittertüren geöffnet werden.

Bei extremen Nachttemperaturen rät Metzke dazu, das Kotband zurückzudrehen, um den Luftaustausch zu maximieren, wobei allerdings mehr Kot in den Scharraum fällt. Es kann auch hilfreich sein, den Stall leicht anzuheben, um schattige Bereiche für die Tiere zu schaffen.

Optimierung der Fütterungs- und Trinkgewohnheiten

Für eine ausreichende Nahrungsaufnahme ist es sinnvoll, die Fütterungszeiten anzupassen: Eine letzte Fütterung spätabends und eine frühe am Morgen sind ratsam. Zudem sollte das Futter leicht angefeuchtet werden, um seinen Reiz zu erhöhen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch die Wasserversorgung: Alle ein bis zwei Tage sollte frisches Wasser zur Verfügung gestellt werden. Alte Reste müssen vorher entfernt werden, da warmes Wasser von den Hühnern weniger gerne aufgenommen wird.

Maren Metzke betont zudem die Bedeutung regelmäßiger Spülungen der Tränkeleitungen zur Vermeidung von Biofilm-Bildung sowie einer konsequenten Pflege des Scharrraums durch Entfernung feuchter Stellen und Auffüllung trockener Einstreu.